Stolberg - Volkstheater lässt es richtig „krachen“

Volkstheater lässt es richtig „krachen“

Von: shh
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Beim Lustspiel „Dreijmoel hat et jekraacht“ halten die Damen die Fäden fest in der Hand. Kunigunde weiß genau, was dür ihren Gatten und Hausmann August richtig ist. Foto: S. Henke

Stolberg. Einen Angriff auf die Lachmuskeln ihrer Stolberger Zuschauer verübten die Laienschauspieler des Würselener Volkstheaters mit dem Lustspiel „Dreijmoel hat et jekraacht“.

Bereits nach wenigen Minuten blieb kein Auge im Stolberger Kulturzentrum trocken, denn das Publikum amüsierte sich köstlich. „Dreijmoel hat et jekraacht“. im Original von Erfried Smija, war mit viel Leidenschaft und Witz von Gisela und Hans Schröder in die heimische Mundart übersetzt worden. Das begeisterte Publikum dankte dies mit viel Applaus und reichlich Gelächter.

Unter den Zuschauern befanden sich auch das Ensemble der „Alt Aachener Bühne“ sowie Hans Sinken, Präsident des Komitees Würselener Karneval.

Strenges Regiment

Nun zum Inhalt des Stücks: August Wimmer (Hans Schröder) lebt unter dem strengen Regiment seiner Ehefrau Kunigunde (Gisela Schröder). Auch wenn er oftmals von seinen Freunden dafür aufgezogen wird, ist der Respekt vor seinem „Schätzje“ meist so groß, dass er lieber daheim den Staubwedel schwingt, als mit seinen Kumpels um die Häuser zu ziehen. Kunigunde hat allerdings auch eine hervorragende „Lehrerin“ – ihre Freundin Rosa Fink (Hiltrud Queck). Die gnädige Frau Obermedizinalrat gibt ihr laufend „gute“ Ratschläge, wie man einen Mann „zu halten“ hat.

Hinterhältiger Plan

Dann ergibt es sich allerdings, dass August zum Schützenfest möchte. Um ihn davon abzuhalten, entwickeln die beiden Damen einen hinterhältigen Plan. August würde wohl die Lust am Armbrustschießen verlieren, würde er bei der Sportart nie etwas treffen – kurzerhand beschädigt Kunigunde die Armbrust.

Leider misslingt der Plan. Denn aufgrund einer Verwechslung erwischt Kunigunde die Armbrust ihres Schwagers Paul Reänback (Hans-Georg Queck), der unbedingt Schützenkönig werden wollte. Ein weiterer Plan der beiden Damen ist die Liierung von Kunigundes Tochter, Marie (Nadine Schröder) und Rosas Sohn Johann Wolfgang (Harald Fortmann). Denn Kunigunde möchte unbedingt, dass ihre Tochter einen Akademiker heiratet.

Doch leider findet Marieche Johann Wolfgang, den ewigen Studenten und zudem ein Muttersöhnchen vor dem Herren, äußerst unattraktiv. Denn ohne das Wissen ihrer Mutter ist Maria mit Karl Kärvholz (Jos Schäfers), ihrem Charly befreundet und lässt sich Johann Wolfgangs Werben erst gefallen, als ihr Bruder Willi (Sven Schröder) berichtet, dass er Charly mit seinem eigenen Mädchen gesehen hat.

Nun sind beide Geschwister eifersüchtig auf Charly, noch dazu, weil dieser dauernd beim Schützenfest mit der Schützenliesel Eva (Nicole Clauß), Willis Schwarm, zusammen ist. August ist überraschend Schützenkönig geworden und lädt seine Freunde Rudolf Muttwasser (Heinz Schmidt), Walter Ärmlich (Hermann Josef Queck), Charly, die Schützenliesel Eva und seinen Schwager Paul zu einer heftigen Nachfeier in sein Haus ein.

Hier deckt man Kunigundes Schandtat mit der Armbrust auf. Dies wollen Paul und Rudolf nutzen, um August von seinem Los des Pantoffelhelden zu befreien.

Da das erfahrene Ensemble bestens vorbereitet war, mussten die Souffleusen Anneliese Schlüper, Ulla Schneiders und Nadine Schmidt kaum zum Einsatz kommen. Gratuliert wurden außerdem bei dieser Gelegenheit noch Karin und Hermann Josef Queck zum zehnjährigen Theaterjubiläum auf der Bühne.

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