Stolberg - Virtuose Orgelmusik in der Finkenbergkirche

Virtuose Orgelmusik in der Finkenbergkirche

Von: Marie-Luise Otten
Letzte Aktualisierung:
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Professor Jean-Luc Saliques Vorliebe galt den romantischen Werken von Moritz Brosig und Max Reger. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Abseits vom Stolberger Stadtfest bestritt auf dem Finkenberg Professor Jean-Luc Salique das vierte Konzert des Internationalen Konzertzyklus 2016.

Die Interpretationen des aus Annonay südlich von Lyon angereisten Künstlers waren ergreifend und imponierend zugleich, wenngleich der Zuhörerkreis klein war.

Saliques Vorliebe galt romantischen Werken von Moritz Brosig und Max Reger. Er, der noch bei dem legendären Kölner Orgelprofessor Michael Schneider studiert hat, war im Breslauer Dom und an der Universität tätig und ist durch viele musikwissenschaftliche Publikationen in Erscheinung getreten.

Am Samstag spielte er die Matinée im hohen Dom zu Fulda mit Werken von Brosig und Reger, am Sonntagnachmittag eröffnete er das Konzert in der Finkenbergkirche zunächst mit Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in C.

Dann folgten „Fantasie f-moll“ und ein Choralvorspiel „Auf meinen lieben Gott“ vom deutschen Komponisten und führenden Vertreter der sogenannten „Breslauer Schule“.

Als Domkapellmeister des 19. und 20. Jahrhunderts machte Brosig den Breslauer Dom zu einem weithin ausstrahlenden Zentrum guter Kirchenmusik.

Und in Stolberg war es Jean-Luc Salique, der mit der qualitätvollen Musik Brosigs Glanzpunkte setzte. Das Orgelwerk von Clément Loret hat Salique als weltweite Ersteinspielung herausgegeben.

Der belgische Komponist und Musikpädagoge schuf eine Vielzahl von Stücken, darunter Trio-G-Dur, Canzone und Scherzo-fanfare, für dessen Klasse Salique ein unbeirrbares Gespür für künstlerische Klasse hatte.

Kontrastierende Momente

Das letzte Werk galt dem Spätwerk des Spätromantikers Max Reger, der vor 100 Jahren starb. Aus der Suite op. 92 erklangen Intermezzo, Romanze, Toccata und Fuge, bei denen der Organist virtuose Möglichkeiten zutage brachte.

Kraftvoll kontrastierende Momente wechselten mit sensiblen und kultivierten Passagen.

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