Villa Lynen: Eingangsbereich soll bald fertig sein

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
Sanierungsbedürftig: Das Trep
Sanierungsbedürftig: Das Treppengeländer am Haupteingang der Villa Lynen ist nach wie vor nur notdürftig gesichert. Foto: R. Flader

Stolberg. Sie beheimatet das Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur, ebenso die Gesellschaft für Stadtmarketing (SMS). Was die Villa Lynen allerdings nach wie vor nicht besitzt, ist ein stabiles Geländer am Eingangsbereich.

Nach wie vor zieren Bretter, vor Jahren mehr oder weniger notdürftig zusammen gezimmert, die Treppe hinauf zur schweren Holztür, auf der unübersehbar „Achtung! Frisch gestrichen” steht. Das muss fürs Erste reichen.

Trotz der umfangreichen Sanierungsarbeiten, die seit 2006 und damit immerhin schon ein halbes Jahrzehnt andauern, ist die Villa nach wie vor nicht fertig gestellt. Anders ausgedrückt: Was das Treppengeländer angeht, ist eigentlich noch gar nichts passiert. Während das Gebäude seinem repräsentativen Charakter zum größten Teil gerecht wird, ist der Eingangsbereich gerade für ältere oder gehbehinderte Leute wenig zutraulich. Die Beschwerden häufen sich.

Sicher sieht anders aus, das weiß auch Ulrich Coopmann. Immerhin gibt es für den Leiter des Hochbauamtes einen Hoffnungsschimmer: „Wir werden jetzt ein kleines Geländer bauen.” Wann genau „jetzt” ist, darauf will er sich nicht festlegen. „Wir versuchen es noch vor dem Winter zu realisieren, aber das hängt von mehreren Faktoren ab.” Einer davon seien die Kosten, Amtsleiter Coopmann verweist auf eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich, die für ein neues Geländer zu investieren seien. „Aber hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.”

Mit eigenen Materialien

Ursprünglich wollte die Stadt mit eigenen Materialien das Geländer bei einem Schlosser in Eigenregie anfertigen lassen. „Dieses Vorhaben konnten wir aber nicht umsetzen”, sagt der Amtsleiter über den schwierigen Hindernislauf bei der Suche nach einer Lösung.

Jetzt - oder in naher Zukunft - wird wohl das Bauvorhaben, mit dem die Umgestaltung der Villa endlich abgeschlossen werden soll, ausgeschrieben, „zeitlich schaffen wir das sonst nicht”, sagt der Hochbauamtsleiter. Die Mittel aus dem Konjunkturpaket II, die bis Jahresende ausgeschöpft sein müssen, genießen Priorität. Erst dann folgt die Villa Lynen. Fest stehe nur: „Es soll ein bescheidenes, dem Gebäudestil angepasstes Geländer werden”, sagt Ulrich Coopmann.

Auf der Rückseite der Villa wächst und gedeiht im Gegensatz dazu bereits einiges: Unkraut und wilder Pflanzenwuchs, so weit das Auge reicht. Die durchaus imposante Terrasse, die im Zuge der Sanierungsarbeiten (470.000 Euro insgesamt) neu gestaltet wurde, geht ein bisschen unter.

Was die Restarbeiten an der Villa angeht, gibt Ulrich Coopmann zu: „Wir haben sehr lange gewartet. Zu lange.” Wann die Warterei ein Ende haben wird, steht allerdings noch in den Sternen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert