Viele Hürden überwunden: Kunstrasenplatz ist fertig

Von: Dirk Müller
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Der neue Kunstrasenplatz des FC Stolberg wurde mit einem Spiel der E-Jugendlichen des Vereins vor vielen Zuschauern eingeweiht. Foto: D. Müller
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FC-Vorsitzender Hans-Josef Siebertz konnte viele Gäste zur Einweihung des Platzes begrüßen. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Kupferstadt ist um eine moderne Sportstätte mit Kunstrasenplatz reicher. Feierlich und natürlich auch sportlich hat der FC Stolberg die neue Anlage am Glashütter Weiher eingeweiht und damit ein deutliches Bekenntnis in Richtung Jugendarbeit demonstriert.

Denn die Fußballer, die das neue Kunstrasenfeld offiziell einweihten, waren die Kicker der E-Jugend des FC Stolberg, die gegen Raspo Brand ein Freundschaftsspiel absolvierten.

„Unsere Aufgabe ist es vor allem, den Kindern und Jugendlichen in den nächsten Jahrzehnten die Freude am Fußballsport zu vermitteln“, betonte der FC-Vorsitzende, Hans-Josef Siebertz in seiner Rede zur Einweihung des neuen Platzes den Anspruch des Vereins. Unendlich war die Geschichte, die dem Happy End am Glashütter Weiher vorausgegangen war, zwar nicht – aber durchaus lang: Im Jahr 2010 bereits fusionierte die Fußballabteilung des Stolberger Sportvereins (SSV) von 1913 mit der DJK Frisch-Froh von 1920. Vor zwei Jahren kam der 1923 gegründete SC Münsterbusch hinzu, und der FC Stolberg 2010/1923 war komplett.

Doch „Tradition und Geschichte alleine sind heute keine Garanten mehr für ein erfolgreiches Wirken im Fußballsport“, erklärte Siebertz mit Blick auf das attraktive neue Kunstrasenfeld. Dadurch, dass die drei fusionierten Traditionsclubs mit Rotsch und Krakau II gleich zwei Sportstätten frei gemacht haben, damit sie von der Stadt als Bauland veräußert werden können, machten Politik und Verwaltung den Weg für den FC frei und stellten dem Verein 500.000 Euro zur Realisierung des Kunstrasenprojektes zur Verfügung.

Dennoch sei die Herausforderung größer als zunächst gedacht gewesen, erläuterte Peter Königs, der seinen im Urlaub weilenden Co-Projektleiter Joseph Steibel bei der Einweihung entschuldigte. „Aber trotz aller Probleme, die während der fünfmonatigen Bauphase aufgetreten sind, gab es nichts, was wir nicht gemeinsam gelöst haben“, hob Königs hervor. Das größte Problem für den FC waren die Altlasten auf dem Gelände. Anders als geplant, konnte die Stadt sie nicht abtragen und entsorgen lassen. „Die Kosten dafür wären in einem nicht vertretbaren Bereich gewesen“, sagte Siebertz.

Da aber der Hügel mit dem alten Erdreich nun ein Hindernis darstellte, musste zum alten Aschen- und jetzt neuen Kunstrasenplatz eigens eine Baustraße angelegt werden – was die Kosten für den FC erhöhte. „Jetzt schlägt der Bau der Anlage mit insgesamt knapp 780.000 Euro zu Buche. Wir sind glücklich, die Finanzierung unseres Anteils letztendlich gestemmt zu haben“, meinte Siebertz. Eine weitere Konsequenz aus den verbliebenen Altlasten betrifft das geplante Kleinfeld, das ursprünglich ebenfalls aus Kunstrasen just dort gebaut werden sollte, wo sich nun das Erdreich aufhäuft.

Dieser Plan fiel den unerwarteten Gegebenheiten zum Opfer, doch der FC zeigte sich flexibel: Neben den Volleyballfeldern gibt es jetzt ein Kleinfeld, wenn auch aus echtem Rasen. „Für einen Kunstrasen, der eine gepflasterte Umrandung benötigt, war dort einfach nicht genug Platz“, beschrieb der FC-Vorsitzende. Diese Entwicklung sei angesichts des prachtvollen neuen großen Spielfelds aus Kunstrasen mit überdachter Tribüne jedoch nur ein kleiner Wermutstropfen. Und eben jene Tribüne war bei der Einweihung der neuen Anlage sehr gut gefüllt mit Vereinsmitgliedern, Freunden und Gönnern des FC, Vertretern von Verwaltung und Politik sowie nicht zuletzt mit dem Vorsitzenden des Fußballkreises Aachen, Raphael Lamm, und dem Vorsitzenden des Stolberger Stadtsportverbandes, Gerd Schnitzler.

Vor dem Spiel der E-Jugend wurden die zahlreichen Gäste Zeuge der Einsegnung des neuen Kunstrasenplatzes am Glashütter Weiher. Der katholische Pfarrer Hans Rolf Funken und sein evangelischer Kollege Andreas Hinze führten den feierlichen Akt gemeinsam aus und hoben den Fairplay-Gedanken im Sport hervor.

Bürgermeister Tim Grüttemeier wünschte dem FC eine gute Zukunft und zeigte sich beeindruckt davon, dass die Jugend den offiziellen Eröffnungs-Kick auf dem Kunstrasen vornahm. „Dass wir heute hier feiern können, ist das Ergebnis eines sehr starken gemeinsamen Wirkens vieler Beteiligter“, sagte Grüttemeier.

Eine Würdigung, die auch Siebertz mehrfach aufgriff: „Heute ist der erfolgreiche Abschluss eines Mammutprojektes. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Helfer und Akteure wäre dieser Tag nicht möglich.“ Besonders den vielen ehrenamtlichen Mitstreitern dankte Siebertz herzlich. Und dies auch persönlich während des geselligen Teils der Einweihung, bei der die FC-Aktiven die Gäste mit Getränken und Speisen bestens bewirteten, und die Mundartband „Puddelrüh“ musikalisch für reichlich Stimmung sorgte.

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