Viel Spaß bei Training mit Jörg Dittwar

Von: dim
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Jörg Dittwar (3. v. l.), Trainer der Deutschen Nationalmannschaft der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, absolviert bei Tabalingo eine ausgiebige Trainingseinheit mit Kids mit und ohne Handicap. Foto: Tabalingo

Stolberg. Von 1987 bis 1994 spielte er beim FC Nürnberg in der Fußballbundesliga, seit 2009 ist Jörg Dittwar Trainer der Deutschen Nationalmannschaft der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Jetzt war Dittwar bei Tabalingo zu Besuch, um am Rande des Donnerbergs mit 20 Kindern mit und ohne Handicap Trainingseinheiten über sechs Stunden zu absolvieren.

Unterstützt wurde er von fünf Tabalingo-Trainern. Und 13 Kinder und sechs Betreuer der Kreativgruppe des Vereins haben am Nachmittag Plätzchen und Waffeln gebacken, um die fleißigen Fußballer zu verpflegen.

„Inklusion bedeutet für mich, dass man sich zugehörig statt ausgegrenzt fühlt“, sagte Jörg Dittwar und lobte Tabalingo als „Vorzeigeprojekt“. Es müsse mehr inklusive Projekte dieser Art geben, damit noch mehr Menschen mit Handicap sportlich gefördert werden können.

„Mein Antrieb ist zu beweisen, dass Menschen mit Beeinträchtigung zu den gleichen Leistungen wie Menschen ohne eine Behinderung imstande sind.“ Oft mangele es aber leider an der Unterstützung der Fußballvereine, die Sportler mit einem Handicap zu schnell fallen ließen, kritisierte der Nationaltrainer.

Davon, wie viel Spaß das Training mit Dittwar den Kids im Alter von 7 bis 16 Jahren gemacht hat, überzeugten sich auch der städtische Inklusionsbeauftragte, Lukas Franzen, der stellvertretende Sportamtsleiter, Stefan Babic, und der Erste Beigeordnete Robert Voigtsberger, der die ausgiebige Trainingseinheit mit Bundestrainer Dittwar möglich gemacht hat.

„Tabalingo setzt sich seit Jahren für Menschen mit und ohne Behinderung ein und zeigt, wie gelebte Inklusion funktioniert. Mit dem Besuch von Jörg Dittwar wollte die Stadt Stolberg dem Verein etwas zurückgeben und sich für das große Engagement von Tabalingo bedanken“, beschrieb Voigtsberger. Insbesondere mit und über den Sport sei es möglich aufzuzeigen, was Inklusion bedeute.

„Es kommt darauf an, gemeinsame Erlebnisse, Begegnung und Austausch unterschiedlicher Menschen zu fördern. Beim Fußballspielen tritt die Behinderung in den Hintergrund, und es zählt nur die gemeinsame Freude am Sport.“

Als er Dittwar angesprochen habe, ob der Nationaltrainer Interesse habe, eine Trainingseinheit bei Tabalingo zu absolvieren, habe dieser keinen Moment gezögert und sofort zugesagt, versicherte der Erste Beigeordnete.

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