Viel Mutterwitz und zündende Rhythmen bei Sitzung in der Stadthalle

Von: Christoph Hahn
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Mit launigen Wortgefechten führten die Präsidenten Manfred Essmajor (KG Mölle, l.) und Carsten Nellißen (Wenkbülle) durch das Programm Foto: C. Hahn

Stolberg. Ihre Idee scheint sich immer mehr zum Erfolgskonzept zu entwickeln: Über einen Mangel an Zuspruch brauchten sich die Organisatoren von der KG Wenkbülle und ihren Mitstreitern aus Mölle bei ihrer zweiten Gemeinschaftssitzung nun wirklich nicht zu beklagen.

In einer krachend vollen Stadthalle boten die Macher ihrem Publikum eine rasante Show, moderiert von den beiden Präsident, Carsten Nellißen von den Donnerberger „Windbeuteln“ und Manfred Essmajor aus Mühle.

Keine Mühe hatten die Programmgestalter gescheut und eine Reihe von hochkarätigen Gastkünstler engagiert. Mit seinem unverwechselbarem Zungenschlag und augenzwinkerndem Mutterwitz nahm der Alsdorfer Jürgen B. Hausmann, inzwischen ein weit über die Grenzen seiner Heimat bekannter Comedy-Star, die Herzen der Menschen im Saal wie im Sturm. Ein Gleiches gelang „De Rabaue“ aus Köln, die mit zündenden Rhythmen und kölschen Liedern Musik für Ohr und Herz der Jecken in der Stadthalle boten.

Närrische Solidarität bezeugten schließlich die Aktiven der Ersten Großen Stolberger KG, die mit großem Tross und Prinz Axel I. (Wirthmüller) nebst Hofstaat die Bühne stürmten. Mochten die Gäste noch eine so famose Show bieten – das Wesentliche der Gemeinschaftssitzung, das Salz in der Suppe waren die Beiträge aus eigenen Reihen, so in gewissem Sinne auch die Donnerberger Trompetenbläser, die mit ihrem druckvollen Sound den Zuhörern ganz gehörig einheizten.

Für amüsante Wortgefechte, die aus keinem Drehbuch stammen, sorgte immer wieder das Präsidenten-Duo Nellißen/Essmajor. Doch vor allem war der Abend die Stunde der Jugend, die – sei es als Garde, sei es als Solistin – dokumentierten, auf welcher soliden Basis die beiden Karnevalsgesellschaften und damit auch die Gemeinschaftssitzung stehen.

Und so wirbelten sie über die Bühne, eine(r) nach dem(r) anderen. Mächtig ins Zeug legten sich dabei nicht nur die Mariechen Verena Keulen (Wenkbülle) und Christina Wittland (Mölle) auf der Bühne, dass es nur so eine Pracht war. Die (Jugend-)Garden ließen ebenso ihre Kunst sehen, charmant und quicklebendig. Humoristische Akzente fehlten auch dabei nicht: Mit dramatisch gereckten Säbeln und einer Suppenkelle bewiesen die Herren vom Donnerberg karnevalistische Statur.

Akt der Vernunft

Hunderte von Narren hatten, teils kostümiert, an dieser Gemeinschaftssitzung ihre helle Freude. Zwei Karnevalsvereine, die zusammenarbeiten, statt einander kostenträchtig Konkurrenz zu machen: Das ist in Zeiten knapper Finanz-Ressourcen geradezu ein Akt der Vernunft. Das einträchtige Neben- und Miteinander der Gardistinnen und Gardisten mit ihren roten und gelben Uniformen Seite an Seite schuf diesem Synergieeffekt ein schönes, geradezu opulentes Bild.

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