Viel mehr als ein normaler Radsporttag

Von: Dirk Müller
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Rainer Beckers vom Adam Donner Master Racing Team verwies beim Rennen der Senioren den amtierenden Deutschen Meister Hardy Zimmermann (Team HyBau Tec) mit knappem Vorsprung auf den zweiten Platz. Foto: D. Müller
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Schon beim Start des Actimonda-Duathlons lief Julian Sorge (Nummer 74) in der ersten Reihe. Am Ende gewann er den Wettkampf mit mehr als drei Minuten Vorsprung. Foto: D. Müller
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Das „Rundenrekord“-Einzelzeitfahren auf der Straße war nach Aussage von Markus Ganser im Wortsinn „einzigartig“ im deutschen Radsport. Foto: D. Müller
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Beim Derny-Rennen knatterten leichte Motorräder als Schrittmacher für die Radfahrer durch Breinig. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. Rasante Wettbewerbe, neue Attraktionen, guter Publikumszuspruch und ein Hauptrennen der Elite-Fahrer, das an Spannung kaum zu überbieten war: Der BSR-Radsporttag in den Straßen Breinigs ist ein voller Erfolg gewesen.

Schon am Mittag waren die Wettkämpfe des vierten Actimonda-Duathlons gut besucht, und vor allem war die Stimmung an der Strecke großartig. Jeder einzelne Teilnehmer wurde mit herzlichem Applaus bedacht, angefeuert und bejubelt – was der Kupferstädter Nachwuchs bei den Schüler-Wettbewerben mit starken Ergebnissen belohnte.

So waren bei den Schülerinnen Felipa Herrmann (A) und Finja Herrmann (B) von der Leistungsgemeinschaft (LG) Stolberg siegreich, und Bastian Elbern, ebenfalls von der LG, belegte den zweiten Platz bei den Schülern A. Bestes Wetter und „mehr Teilnehmer als beim dritten Duathlon in Breinig“ machten Emil Sorge vom veranstaltenden RSC Krähe Kornelimünster „sehr zufrieden“ mit dem Duathlon-Sprint der Erwachsenen, und seine Zufriedenheit sollte noch gesteigert werden. Denn „die Krähe“, die am Ende mit mehr als drei Minuten Vorsprung gewann, war sein Sohn Julian Sorge.

Anschließend, als die Rad-Wettkämpfe starteten, übernahmen RSC Stolberg und RC Dorff die Veranstaltung. Und schon beim ersten Rennen zahlte sich aus, dass alle Teilnehmer mit Transpondern ausgestattet waren und die Zeiten elektronisch gemessen wurden: Schüler, Jugend und Frauen wurden natürlich in ihren jeweiligen Klassen gewertet, gingen aber in einem großen Starterfeld ins Rennen. Dies galt auch für Senioren und Junioren, so dass den Zuschauern ansprechender Radrennsport geboten wurde.

Und es sollte äußerst attraktiv für das Publikum weitergehen, denn der BSR-Radsporttag wartete mit zwei Besonderheiten auf, die ihresgleichen suchen: Zunächst, als sich Benzingeruch mit dem Duft der Grillwürstchen mischte. Bei dem Derny-Rennen auf der Straße knatterten acht leichte Motorräder als Schrittmacher für die Radfahrer durch Breinig. Im Windschatten der motorisierten Zweiräder erreichten die Rennfahrer enorm hohe Geschwindigkeiten und machten das Spektakel perfekt.

Den aus der Halle bekannten Derny-Sport auf die Straße zu bringen, stellte bereits ein Alleinstellungsmerkmal des Stolberger Radsporttags weit über die Region hinaus dar, doch was folgte „ist einzigartig in ganz Deutschland“, betonte Rennleiter Markus Ganser. Hinter dem neuen Wettbewerb „Rundenrekord“ verbarg sich ein spannendes Einzelzeitfahren. Eine Induktionsschleife und eine große Uhr wurden auf der Straße montiert, und die Fahrer sprinteten von der Breiniger Kirche aus 200 Meter bis zum Wendepunkt und zurück. Unter großem Applaus des Publikums, das auch von dieser Neuerung beim Radsporttag sehr angetan war.

Reiner Sorge diesmal Zuschauer

Vor dem Hauptrennen der Elite-Fahrer kam ein Mann zu Wort, der ungewöhnlich entspannt dem Sportgeschehen beiwohnte: „Ich habe den Duathlon und alle Rennen heute zum ersten Mal als Zuschauer genossen und alles verfolgen können. Es ist ein toller Tag“, meinte Reiner Sorge, der zuvor Jahrzehnte lang als Rennleiter des Stolberger Radsporttags fungiert hatte.

Von ihm hat Markus Ganser jetzt den Staffelstab übernommen, und nach dem sehenswerten Hauptrennen (siehe Sport) fiel Gansers Fazit fast schon enthusiastisch aus: „Ich denke, es war ein nahezu perfekter Radsporttag. Und es gab bereits viele positive Rückmeldungen, die meine Einschätzung bestätigen.“ Seine Einschränkung „nahezu“ bezog sich auf Kleinigkeiten, die noch verbessert werden könnten.

Ein Beispiel war der Würstchengrill, der im Verlaufe der Veranstaltung dreimal ausverkauft war, was wiederum für die Publikumsresonanz beim BSR-Radsporttag sprach. Und zudem für die hohe Flexibilität der Helfer wie auch der Breiniger Metzger und Bäcker, die Würste und Brötchen immer wieder nachlieferten.

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