Stolberg - Viel Applaus für „Mein Freund Harvey“ in Stolberg

Viel Applaus für „Mein Freund Harvey“ in Stolberg

Von: mlo
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Der eigentlich ja unsichtbare Hase „Harvey“ sorgt in dem bekannten Theaterstück für amüsante Verwechslungen und reichlich Aufregung auf der Bühne. Die Spielfreunde aus Würselen brachten den Stoff mit Beheisterung auf die Bühne. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Am Broadway wurde „Mein Freund Harvey“ 1944 uraufgeführt und erreichte mit 1775 Aufführungen einen überwältigenden Erfolg. Jetzt spielten die Spielfreunde aus Würselen diese zeitlose Komödie von Mary Chase zwischen Wahnsinn und Normalität in der Burghofbühne in Stolberg.

Regisseurin Stefanie Otten konnte mit der Präsentation zufrieden sein, denn das Ensemble war bestens vorbereitet und sprechtechnisch auf der Höhe. Im Wohnzimmer der Familie Mandel und im Empfangsraum des Sanatoriums von Professor Dr. Schweigenfelder setzten die Schauspielerinnen und Schauspieler in wunderbaren Dialogen um, was sie monatelang geprobt hatten.

Bernhard Bienemann spielte überzeugend den friedfertigen und liebenswert-schrulligen Edwin Walther Mandel, dessen Freund Harvey, ein 1,80 Meter großer weißer, unsichtbarer Hase, für viel Aufregung sorgte. Edwins verwitwete Schwester Martha wurde von Katarina Hugot verkörpert, die vor lauter Ärger zum Schluss selbst schon Hasen sah und an diesem Abend über sich hinauswuchs. Thomas Häusler und Anne-Marike Spering gaben der Handlung als leicht infizierte Psychiater immer neue Wendungen.

Einweisung ins Heim

Nicht nur hier war die Stimmung überhitzt, auch im Wohnzimmer herrschte helle Aufregung. Martha hatte Sorge, dass die Besessenheit ihres Bruders den Bemühungen, ihre Tochter Miriam (Birgit Stegink) unter die Haube zu bringen, im Wege stand. Und so sollte Edwin in das Sanatorium „Zur friedlichen Einsicht“ eingewiesen werden. Als sie ihn dorthin bringen ließ, war das Ergebnis, dass sie aufgrund einer Verwechslung selbst dort behalten wurde. Jetzt musste die Anwältin Frau Dr. Ortrud Grabert - hervorragend gespielt von Brigitte Keldenich - her, um zu helfen.

Neu im Team waren Anna Latz, die die Chefarztgattin Betty spielte, und Isabella Pluge als Oberschwester Ruth Keller, die sich die Rolle mit Silke Joisten teilte. Während Michael Straten als Angestellter Willi Willmann und Marco Heil als Taxifahrer gefielen, sorgte Frank Schmitz für einen reibungslosen Ablauf an der Technik. Bei den Umbauten waren es immer große weiße Hasen, die die Änderungen am Bühnenbild vornahmen - ein origineller Einfall der Regisseurin.

Alle Beteiligten lernten nach und nach etwas über sich selbst und über ihre Mitmenschen, nämlich, dass man nicht immer den gesellschaftlichen Normen entsprechen muss, um glücklich zu sein und andere glücklich zu machen.

Harvey, der zauberkräftige Geist in Tiergestalt, regte in Stolberg die Lachmuskeln an, berührte die Seele und sorgte so für einen entspannten Abend.

Weitere Aufführungen des Stückes finden am 29. und 30. Juni jeweils um 20 Uhr im Saal der Katholischen Hochschulgemeinde Aachen, in der Pontstraße 74, statt sowie am 6. Juli um 20 Uhr und am 7. Juli dann wieder um 18 Uhr im Burghoftheater, Willy-Brand-Platz, in Stolberg.

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