Stolberg - Vichttal setzt sich in Werth die Krone auf

Vichttal setzt sich in Werth die Krone auf

Von: Jan Schlegelmilch
Letzte Aktualisierung:
VErlautenheide
Endstation Torwart im Finale: Verlautenheides Keeper Thomas Kubis faustet den Ball vor Vichttals Wojtek Walica weg. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Es lief Minute 78 im Finale des BSR-Cups, als den Anhängern des VfL Vichttal noch einmal kurz der Atem stockte. Robert Walica verlor als letzter Mann den Ball, Verlautenheides Daniel Lenhard lief alleine auf das Tor von VfL-Keeper Mark Hilgers zu. Letzterer und die Latte verhinderten den Ausgleich, und so endete der BSR-Cup mit dem erwarteten, aber wenig spektakulären Sieg des Favoriten.

 1:0 setzte sich der Landesligist gegen den Kreis-A-Ligisten aus Aachen durch und verteidigte damit seinen Titel. Der Gastgeber SG Stolberg sicherte sich ebenfalls durch ein 1:0 gegen den SV Breinig II den dritten Platz.
„Wir haben insgesamt keinen guten Fußball gespielt“, war Vichttals Trainer Udo Lipka trotz des Turniersieges nur bedingt zufrieden. Aber was letztendlich zählt, ist, dass wie hier den Titel verteidigen konnten“, so Lipka. Dabei legte seine Mannschaft vor rund 300 Zuschauern und bei besten Bedingungen auf dem Rasen in Werth gleich gut los: Das Endspiel war noch keine Minute alt, da nickte der A-Jugendliche Justin Schlepütz, dem der Trainer das Vertrauen um Sturm geschenkt hatte, den Ball nach einem langen Einwurf zur Führung ins Tor ein. Es sollte für lange Zeit die letzte gute Offensivaktion gewesen sein, über Ansätze kamen weder der VfL Vichttal noch Eintracht Verlautenheide in der ersten Halbzeit hinaus. Lediglich bei Robert Walicas Kopfball nach einer Ecke (44.), der nach Meinung des Schiedsrichters auf und nicht hinter der Torlinie geklärt wurde, kam noch einmal Gefahr für das Verlautenheider Tor auf.
„Das beste Turnier seit Jahren“
Auch nach dem Seitenwechsel blieben Torchancen auf beiden Seiten zunächst Mangelware – mit dem Unterschied, dass der VfL nun deutlich dominanter auftrat. Die Eintracht überließ dem Landesligisten das Spiel und zog sich teilweise komplett in die eigene Hälfte zurück.  Möglichkeiten, durch Wojtek Walica (67.) und Patrick Schnier (73.) den Sack zuzumachen, ließ Vichttal aber ungenutzt – was sich nach Lenhards Lattentreffer am Ende noch fast gerächt hätte. „Als Favorit und Titelverteidiger muss man mit der richtigen Einstellung in die Spiele gehen, das war unser Problem. Wir haben zwar unser Ziel erreicht, müssen aber wieder erfolgshungriger werden“, wusste Udo Lipka, wo er den Hebel trotz des Sieges ansetzen muss. Zumindest der euphorische Jubel und Freudentanz der Vichttaler Mannschaft nach der Pokalübergabe durch die stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Nießen und BSR-Geschäftsführer Christian Hartrampf ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass der VfL schon satt an Erfolgen ist.

Nichts auszusetzen hatte hingegen Uwe Daun, Trainer der SG Stolberg, der sich nach dem 1:0 über den SV Breinig II mit seiner Mannschaft über den 3. Platz freute. In einer intensiven und ausgeglichenen Partie hatte Michael Schütt (64.) das Tor des Tages für die Gastgeber erzielt. „Nachdem wir im Halbfinale unglücklich gegen Vichttal ausgeschieden sind, war die Luft natürlich etwas raus“, gab Daun zu. „Aber das war ein versöhnlicher Abschluss für uns. Die Mannschaft hat sich bei diesem tollen Turnier sehr gut präsentiert.“
Axel Wirtz, Vorsitzender der SG Stolberg, konnte sich seinem Trainer aus sportlicher Sicht nur anschließen. Wirtz hob aber nicht nur die Leistung der Mannschaft, sondern des Gesamtvereins in lobend hervor: „Das war eine herausragende Sportwoche, in der die gesamte Vereinsfamilie eingebunden war und geholfen hat.“ Und für den Vorsitzenden ist unabhängig vom Bau des Kunstrasenplatzes in Gressenich auch klar: „Unser Sommerturnier wird definitiv weiterhin in Werth stattfinden. Die Atmosphäre und Stimmung hier ist einzigartig.“
Apropos Stimmung: Die kam besonders bei zwei Aktionen auf, die die SG Stolberg im Rahmen der Sportwoche angeboten hatte. Sowohl beim von Günter Alt organisierten Dorfturnier als auch bei den „Helden vom Punkt“ – ein Elfmeterschießen-Wettbewerb – tummelte sich nahezu die gesamte Dorfgemeinschaft auf dem Sportplatz. Was kann also noch verbessert werden? Eine Sache haben Axel Wirtz und die Turnierorganisatoren schon ins Auge gefasst: Um Mannschaften mit zu großem Leistungsunterschied zu Beginn nicht gegeneinander spielen zu lassen, werde über einen neuen Turniermodus nachgedacht, so Wirtz. Alles andere soll nach dem Vorsitzenden 2014 gerne so bleiben – das sommerliche Wetter mit eingeschlossen: „Das war nun das dritte Turnier auf der Anlage in Werth und für mich das beste, das wir seit 15 Jahren hatten.“


Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert