Stolberg - Vichttal oder Breinig: Wer hat die Nase vorn?

Vichttal oder Breinig: Wer hat die Nase vorn?

Von: Lukas Franzen
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Empfängt im letzten Heimspiel Germania Lich-Steinstraß: Landesligist VfL Vichttal. Foto: J. Lange

Stolberg. Aufstieg? Abstieg? Relegation? Für drei Stolberger Clubs geht es am letzten Spieltag der Amateurfußballer um alles, während andere bereits Planungssicherheit für die nächste Saison haben. Um die Ehre, genauer gesagt um die Frage nach dem besten Stolberger Verein der jeweiligen Spielklasse, geht es immerhin noch bei einer dritten Gruppe.

Landesliga

So auch in der Landesliga, wo sich der VfL 08 Vichttal und der SV Breinig ein Fernduell um den inoffiziellen Titel „Bester Stolberger Club“ liefern.

Als Tabellenfünfter bestreitet die Elf von Trainer Udo Lipka mit einem Punkt Vorsprung, jedoch mit der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem SV Breinig und dem vermeintlich schwereren Gegner, ihr letztes Heimspiel dieser Saison. Zu Gast auf dem Dören­berg ist die abstiegsgefährdete Germania aus Lich-Steinstraß, die die Klasse aus eigener Kraft nur mit einem Sieg sicher halten kann.

Die beste Rückrundenmannschaft, der SV Breinig, tritt zeitgleich beim schlechtesten Team der Rückrunde, Tabellenschlusslicht und Absteiger Arminia Eilen­dorf, an.

Beiden Stolberger Clubs winkt am Ende sogar noch Rang 4, sollte Westwacht Aachen auf heimischem Platz gegen die Rhenania aus Richterich patzen, die bei drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer und einer deutlich schlechteren Tordifferenz von neun Treffern jedoch ein wahres Wunder benötigt, um den Klassenerhalt tatsächlich noch zu schaffen.

Kreisliga A

Zwei Spielklassen tiefer, in der Kreisliga A, stellt sich die Ausgangslage ganz ähnlich dar. Der TSV Donnerberg will seinen vierten Platz vor Verfolger SG Stolberg ins Ziel retten. Ein Auswärtspunkt gegen Meister Germania Eicher­scheid würde dem Team von Daniel Hoven und Torsten Hansen dafür genügen.

Zum Siegen verdammt ist hingegen die SG Stolberg bei ihrem letzten Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten SC Kellersberg. Und sie muss auf einen Patzer der Donnerberger Konkurrenz hoffen, um sich erneut bester Stolberger A-Ligist nennen zu dürfen.

Ganz gelassen kann es der dritte Stolberger A-Liga-Vertreter am Sonntag angehen lassen. Anders als in der Vorsaison, in der der FC Stolberg bis zum letzten Spieltag zittern musste, konnte die Mannschaft von Trainer Holger Peters den Klassenerhalt frühzeitig sichern.

Bei einem Sieg über Rhenania Würselen und Schützenhilfe der Konkurrenz ist am Ende sogar noch ein einstelliger Tabellenplatz drin.

Kreisliga B

Für die Reserve des FC Stolberg hat es dagegen aller Voraussicht nach nicht für den Klassenerhalt gereicht. Da der Abstand auf den direkten Tabellennachbarn FC Roetgen II vier Punkte beträgt, ist das Duell beider Clubs am letzten Spieltag bedeutungslos geworden. Sportlich ist der Abstieg also besiegelt. Doch ein letzter Hoffnungsschimmer bleibt: „Ob wir doch noch eine Chance auf ein Relegationsspiel bekommen, hängt davon ab, ob Oidtweiler aus der Bezirksliga absteigt“, erklärt Trainer Harald Schuh auf Anfrage.

Definitiv verabschieden wird sich der SV Breinig II aus der Staffel B2 – jedoch nicht als Absteiger, sondern als Meister. Mit einem klaren 6:0-Sieg über Roetgen lösten die Breiniger bereits am drittletzten Spieltag ihr Ticket für die Kreisliga A. Der denkbar schönste Abschied für Trainer Frank Küchen, der im April angekündigt hatte, nach der Saison eine Pause einlegen zu wollen. Nachfolger des Meistertrainers wird Daniel Grewe aus Hastenrath.

Kreisliga C

Eine Meisterschaft gab es auch beim VfL 08 Vichttal zu feiern. Die dritte Mannschaft von Coach Frank Freialdenhoven machte den Aufstieg aus der Staffel C4 in die Kreisliga B ebenfalls zwei Spieltage vor Schluss mit einem 5:0-Sieg über FV Vaalserquartier perfekt. Damit stellt der Fusionsclub neben seinem Landesligateam ab der kommenden Saison mit zwei Mannschaften in der B-Liga.

In der Staffel C3 konnte dagegen keiner der fünf Stolberger Vertreter ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Zwei von ihnen, der FC Breinigerberg und SG Stolberg II, müssen am letzten Spieltag sogar noch den Abstieg in die unterste Spielklasse, die Kreisliga D, fürchten.

Die Ausgangslage: Für den FC Breinigerberg, aktuell auf Relegationsplatz 14, zählt gegen den Tabellenfünften SCB Laurenzberg nur ein Sieg, da der Rückstand auf SG Stolberg II (13.) und SV Broicher Siedlung (12.) jeweils zwei Punkte beträgt. Die Zweitvertretung der SG Stolberg hat mit Meister St. Jöris den wohl schwersten Gegner vor der Brust, während die Broicher Siedlung auf den Tabellennachbarn SV Nothberg trifft.

Kreisliga D

Was die SG und der FC eine Klasse höher um jeden Preis vermeiden wollen, strebt der VfR Venwegen in Kreisliga D5 an: Relegation. Um seine Aufstiegsträume zu wahren, müssen die Venwe­gener Platz 2 verteidigen – ausgerechnet bei Meister und Aufsteiger Arminia Eilendorf III. Nur ein Auswärtssieg verheißt die sichere Teilnahme an der Aufstiegs-„Ehrenrunde“.

Denn die SG Simmerath 21 ist dem Team von Trainer Tim Ziemons mit nur einem Punkt Rückstand dicht auf den Versen und hat mit dem Tabellenneunten SG Monschau/Imgen­broich das vermeintlich leichtere Los beim großen Saisonfinale.

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