Vichttal hat Rang 3 noch nicht aus den Augen verloren

Letzte Aktualisierung:
7194381.jpg
Hat sichtbar Spaß an der Arbeit beim VfL Vichttal: Deshalb war die Vertragsverlängerung eine reine Formsache für Trainer Udo Lipka. Foto: L. Franzen

Stolberg-Vicht. Udo Lipka, Trainer des VfL Vichttal, ist nach eigener Aussage ein offensiv denkender Mensch – eine Haltung, die sich nicht nur an der bisherigen Torausbeute seiner Elf, sondern auch an der Zielsetzung des VfL für die bevorstehende Rückrunde ablesen lässt.

Vorjahresplatz 3 darf es nach Wunsch des Teamchefs gerne wieder werden. Und vielleicht mehr? Im Interview spricht Lipka über die Hinrundenleistung, „Bruderduelle“ am Weihnachtsbaum und die Aussichten auf eine erfolgreiche Rückrunde.

Sie haben vor zwei Wochen beim VfL verlängert. Warum bleiben Sie für ein weiteres Jahr auf dem Dörenberg?

Lipka: Die sportlichen Rahmenbedingungen wie auch die Infrastruktur stimmen einfach, und ich fühle mich hier sehr wohl. Außerdem funktioniert die Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung und unserer U23-Mannschaft hervorragend. Somit hat das Gespräch über meine Vertragsverlängerung vielleicht fünf Sekunden gedauert.

Und das, obwohl sogar Alemannia Aachen zwischenzeitlich Interesse an einer Verpflichtung bekundet hatte?

Lipka: Es gab im Mai einen losen Kontakt zu Sportdirektor Uwe Scherr, das stimmt. Aber erstens habe ich einen guten Job an der Hochschule und zweitens ist mir ein Verein wie Vichttal mit intakten Strukturen lieber als ein Club, der im Insolvenzverfahren steckt. Das überlegt man sich dann dreimal.

Wo steht der VfL Vichttal nach zweieinhalb Jahren Landesliga?

Lipka: In der ersten Landesliga-Saison ging es nur um den Klassenerhalt. Als ich das Team in der letzten Saison übernommen habe, haben wir weiter an unserem Spielsystem und neuen Spielideen, zum Beispiel unserem Angriffspressing, gefeilt. Wir haben uns kontinuierlich weiterentwickelt und mit 30 Punkten eine tolle Rückrunde in der letzten Saison hingelegt.

In der Hinserie der aktuellen Spielzeit hat ihre Elf in 14 Partien 39 Tore erzielt. Wussten Sie, dass dies der Spitzenwert unter allen Landesligisten im Fußballverband Mittelrhein ist?

Lipka: Nein, mir war nur bekannt, dass wir die meisten Treffer in unserer Liga erzielt haben. Das Offensivspiel meiner Mannschaft ist sicherlich auch meiner Ausbildung als Spieler geschuldet. Ich bin immer Stürmer gewesen und denke stets offensiv.

Stürmertalent Patrick Wirtz war mit 30 Prozent aller Treffer maßgeblich am Torsegen beteiligt. Ist er zu einem ganz entscheidenden Spieler für Sie geworden?

Lipka: Er ist sicherlich einer der Top-Torjäger der Staffel. Ich kenne ihn bereits durch meine Jugendarbeit beim SV Rott und habe damals schon gerne mit ihm gearbeitet. Dass er momentan so „explodiert“, liegt aber sicherlich auch an den guten Leistungen von Spielern wie Hassan Koubaa, Patrick Schnier und Dominik Lenzen.

Welche Sprüche durften Sie sich von Ihrem Bruder Jürgen nach der Niederlage im „Bruderduell“ gegen den SV Rott anhören?

Lipka: (lacht) Sprüche musste ich mir in der Winterpause anhören, als mein Bruder mir am Weihnachtsbaum die Abschlusstabelle der Hinrunde vor die Nase gehalten hat. Aktuell rangiert der SV Rott einem Platz über uns. Natürlich hat er sich auch sehr über den Sieg im Bruderduell gefreut, weil es der Beginn einer Trendwende für den SV war.

Wie ist die bisherige Vorbereitung in der Winterpause gelaufen?

Lipka: Wir haben viel getestet und immer wieder A-Jugendspieler zu unseren Testspielen mitgenommen. Gegen einen starken Mittelrheinligisten aus Arnoldsweiler haben wir zwar 0:1 verloren. Aber wir haben uns sehr gut verkauft und uns minütlich Torchancen erspielt. Außerdem haben wir die Hallenstadtmeistertitel verteidigen können – ein schöner Erfolg für unseren Verein. Mit Melih Yilmaz verstärkt uns ein U19-Spieler von Alemannia Aachen. Stürmer Maik Haas hat uns dagegen in Richtung Breinig verlassen.

Acht Punkte trennen Sie von Vorjahresplatz 3. Was ist in der Rückrunde noch drin?

Lipka: Wir peilen auch in diesem Jahr wieder diese Tabellenregion an. Sollten wir unsere Nachholspiele gegen Breinig und Lich-Steinstraß gewinnen, was schwer genug wird, wären wir schon ein Stück weiter. Und am ersten Spieltag der Rückrunde haben wir Tabellenführer Bergheim 2000 vor der Brust. Wenn wir dieses Spiel wie in der Hinrunde dann auch noch für uns entscheiden sollten, sind es nur noch zwei Punkte bis zur Tabellenspitze.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert