VHS-Chor sorgt für viele Glanzlichter

Von: Toni Dörflinger
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Brillante Darbietung: Der am Klavier sitzende Klaus Weiß (links) spornte den Kammerchor der Volkshochschule zu Höchstleistungen an. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Klaus Weiß, Dirigent und Leiter des Kammerchores der Volkshochschule Stolberg, hat ein stimmliches Meisterwerk abgeliefert. Denn die Aufführung der von Weiß dirigierten Musikstücke, die von dem 1975 gegründeten Kammerchor im Rittersaal der Burg dargeboten wurden, stand auf einem hohen Niveau.

Besonders eindrucksvoll wurden die von dem 69-jährigen Musikpädagogen neu gestalteten und bearbeiteten „Stolberger Heimatlieder” in Szene gesetzt. So war die Aufführung des „Lustigen Hammerschmieds”, den Weiß als einen vierstimmigen Chorsatz neu arrangiert hatte, ein Höhepunkt des Konzertabends, der den Titel „Liederliches in Dur und Moll” trug.

Brillant waren auch die Soloauftritte des Kupferstädter Bassisten Josef Otten und der Kölner Sopranistin Alexandra Bernd. So glänzte Otten in seiner Paraderolle als Schweinezüchter Zsupan aus der Operette der „Zigeunerbaron”, und Bernd konnte sich glanzvoll in Szene setzen bei der Darbietung des ebenfalls aus der Strauß-Operette stammenden Stückes „O habet Acht”.

Begonnen hatte das Konzert mit vier von Friedrich Silcher im 19. Jahrhundert komponierten Volksliedern, bei denen es dem 28-köpfigen Kammerchor gelang, erste Glanzpunkte zu setzen. So kamen die Lieder „Wenn alle Brünnlein fließen” und „Am Brunnen vor dem Tore” dank des ausgewogenen und harmonischen Stimmvolumens des mit Männern und Frauen besetzen Chores besonders gut zur Geltung.

Schwerstarbeit für Klaus Weiß

Nur die Frauen des Kammerchores hatten das Sagen, als die Brahmschen Volksliedbearbeitungen „Heimliche Liebe”, „Wenn ich ein Vöglein wär” und „Morgen muss ich fort von hier” erklangen. Schwerstarbeit wurde dabei Klaus Weiß, der viele Jahre lang als Musikpädagoge und Lehrer an der Hauptschule Kogelshäuserstraße tätig war und den VHS-Kammerchor gegründet hat, abverlangt. Denn bei der Mehrzahl der Stücke dirigierte er nicht nur, sondern lieferte am Klavier auch die passende Begleitmusik gleich mit dazu. Den ersten Teil des Programms, der von getragenen und ruhigen Melodien geprägt war, beendete der Kammerchor mit drei von Bela Bartok verfassten slowakischen Volksliedern, die von Tanz-, Ernte und Hochzeitsmotiven gekennzeichnet waren.

Temperamentvoller wurde es nach der Pause. Besonders schön wurden die von Weiß in Liedform gebrachten Joachim-Ringelnatz-Gedichte dargeboten, wobei der Chor mit „Die Ameise” glänzen konnte. Danach erklangen die ebenfalls von Weiß neu arrangierten Heimatlieder. Aus dem Fundus des Kupferstädter Liedgutes wurde neben dem Vogelsängerlied auch die Moritat vom „Scheven Frank” und die Melodie vom Hammerschmied geboten. Die Aufführung der drei Heimatlieder erhielt besondere, effektvolle Akzente durch den Auftritt von Josef Otten als Glöckner und Hans Dohlen als Moritatensänger.

Einen glanzvollen Schlusspunkt setzte der Kammerchor mit einem Operetten-Potpourri aus „Die Fledermaus”. Dem Publikum gefiel das Konzert. Immer wieder gab es begeisterten Szenenapplaus. Besonders kräftig fiel der Beifall zum Schluss der Aufführung aus. Und so war es nur verständlich, dass der Chor nicht ohne zwei Zugaben die Bühne verlassen konnte.
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