Stolberg-Vicht - VfL: Die Vichttaler rücken enger zusammen

VfL: Die Vichttaler rücken enger zusammen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Das neue Führungsteam des VfL Vichttal auf dem Dörenberg: (stehend von links) Dirk Krahe, Lutz Wiesenmüller, Günter Franzen, Siegfried Polte, Johannes Lüttecke, Frank Kohl, Ralf Böhmer, Ralf Genter, Jürgen Hass, Michael Cerfontaine, Andreas Fielen, Jonas Wolff, Heike Kistermann, Nicole Bourbon, Günter Pickard, Heike Schweitzer, Günter Heidenthal, Anke Jentgens, Tina Bungenberg, Oliver Esklavon, Markus Jentgens sowie (kniend von links) Jörg Zander, Dominic Wirtz, Peter Bleimann, Frank Donsbach, Michael Frey, Herbert Meier und Thorsten Meier. Auf dem Bild fehlen: Jürgen Nigbur, Birgit Münstermann, Frank Fischer, Hans-Jürgen Fischer, Bernd Jansen, Erich Franzen, Daniel Schürmann, Rita Wolff, Thomas Wolff, Robert Ervens, Andrea Ervens, Lukas Bauer, Christoph Schmitz, Mohamed Zeroual, Stefanie Beck, Helmut Jansen, Ulrike Paulus, Niklas Ervens und Marc Sellschopp. Foto: J. Lange

Stolberg-Vicht. „Unbeschreiblich! Einfach unbeschreiblich!“ Immer wieder sagt das Franz Harpers voller Stolz auf das Erreichte. Der Zweifaller freut sich einfach über die Jugendarbeit, die der VfL Vichttal auf die Beine gestellt hat.

Erst am Wochenende lief das große Jugendturnier auf dem Dörenberg über den Rasen, das zum 20. Mal mit dem Namen des Sägewerksbesitzers untrennbar verbunden ist. Die Jugend liegt Franz Harpers einfach am Herzen. Das nimmt einen Tag später noch einmal Herbert Meier zum Anlass, dem Freund und Förderer ausdrücklich für sein treues Engagement zu danken. „Das verdient unsere Hochachtung“, sagt Meier. Und der anhaltende Applaus der 63 anwesenden Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung in der „Zweifaller Hütte“ in Vicht unterstreicht, dass die Vichttaler diese Unterstützung zu schätzen wissen.

Es sind beachtenswerte Zahlen, die nicht nur Harpers stolz machen. Im sechsten Jahr des Bestehens des Fusionsvereins aus dem VfL Zweifall und dem VfB Vicht sind gut 280 Jugendliche in den blau-weißen Vereinsfarben aktiv. Ein Team von 40 bis 50 Trainern und Betreuern kümmert sich um den Nachwuchs. 18 Jugendmannschaften plus Bambini und Minis frönen bei den Vichttalern den Freuden des Fußballsports.

So erfolgreich die Jugendarbeit auf dem Dörenberg auch ist, so ist sie stets auch eine organisatorische und wirtschaftliche Herausforderung an die Vereinsführung auf dem Dörenberg. Sie möchte an diesem Abend Konsequenzen ziehen, um die Arbeit des VfL Vichttal effizienter zu gestalten.

„Wir möchten die Jugendleitung in den geschäftsführenden Vorstand besser integrieren“, wirbt Vorsitzender Michael Frey für die angestrebte Satzungsänderung. Die Zusammenarbeit soll besser verzahnt, die Bildung eines Vereins im Verein vermieden, Ressourcen besser genutzt, Entscheidungen aus einem Guss getroffen, Doppelarbeit vermieden werden. Themenorientiert sollen in Zukunft die unterschiedlichen Projekte in einzelnen Arbeitsgruppen angegangen werden.

Möglichen Bedenken, dass das Engagement von Eltern für den Nachwuchs sich in barer Münze für den bezahlten Amateurfußball ausschlagen könnte, kommt Dirk Krahe gleich zuvor. „Das wird nur aus einem gesonderten Budget finanziert, das ausschließlich durch Sponsoring und Werbung gedeckt ist“.

Das, was Eltern durch ihren Einsatz bei Kuchenbuffet, Grill oder Sonstigem erwirtschaften, komme auch weiterhin nur der Jugend zugute. Die Argumente des Vorstandes fallen auf fruchtbaren Boden. Einstimmig beschließen die Mitglieder die Verzahnung von Senioren- und Jugendbereich, was bei den folgenden Wahlen zum Vorstand auch personell gleich umgesetzt wird.

„Dabei werden wir weiterhin den Spagat üben, sowohl leistungsorientierten Fußball wie auch den Breitensport für die Kinder mit Nachdruck zu gewährleisten“, kündigt der Jugendleiter Herbert Meier an. Aus sportlicher Sicht hat sich die blau-weiße Jugend in der ausklingenden Saison beachtlich geschlagen. Die A-Junioren bleiben in der Bezirksliga; ihr Aufstieg auf Mittelrhein-Ebene wurde nur knapp verpasst. B-, C- und D- Junioren treten in ihren Sonderligen an. Die C-, D- und F-Jugendlichen sicherten sich die Stolberger Stadtmeister-Titel.

„Guten und erfolgreichen Fußball“, so Frank Donsbach präsentieren auch die fünf Seniorenmannschaften. Die Vierte schloss mit Platz 7 in der Kreisliga D ab. Die Dritte steigt als Meister mit sieben Punkten Vorsprung in die B-Liga auf. In dieser Spielklasse schloss die Zweite mit Platz 6 ab, „und wir werden bei dieser Mannschaft weiter mit unserem Konzept U23 arbeiten“, kündigt Donsbach an, den Kader weiterhin vorwiegend aus der Jugend bestücken zu wollen.

Als Aushängeschild des Clubs hat sich die Erste mit Platz 5 „in der Landesliga etabliert“; Donsbach sieht die Vichttaler Truppe auch in der kommenden Saison im oberen Tabellendrittel: „Das steht uns gut zu Gesicht“. Denn der VfL will auch im Seniorenbereich den Spagat schaffen, sowohl guten und erfolgsorientierten Fußball zu präsentieren, aber auch weiterhin ein Dorfverein zu bleiben. Dazu tragen auch die Alten Herren bei – „mit der wohl deutschlandweit besten Trainingsbeteiligung von nie unter 24 Spielern“. Dass sich das bei den Spielterminen anders verhält, sorgt auf dem Dörenberg lediglich für ein verständnisvolles Schmunzeln.

Stolz sind die Vichttaler auch auf ihre seit 30 Jahren bestehende Damen-Freizeitgruppe um Biggi Münstermann, die dienstags im Sommer zumeist im Wald beim Walking, im Winter in der Zweifaller Turnhalle bei Gymnastik und Aerobic anzutreffen ist, und die ebenso regelmäßig das Gesellige – vom gemeinsamen Backen bis hin zu ausgedehnten Ausflügen – pflegt.

„Tadellose Kassenführung“

Umfassend berichtet auch der scheidende Kassierer Bernd Frey – er führt diese Aufgabe seit 2005 in Vicht aus – über eine gesunde finanzielle Lage des VfL Vichttals. Als Kassenprüfer bescheinigen ihm Patrick Comuth, Carsten Frey und Markus Jentgens eine tadellose Kassenführung. Dem Dank des Vorstandes an alle Unterstützer im Verein inklusive der Spieler, die die blauweißen Farben „engagiert und fair vertreten“ haben, folgt die Neuwahl des Vorstandes – zügig und einstimmig.

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