Stolberg - Verwaltung will auf Hundemarken verzichten

Verwaltung will auf Hundemarken verzichten

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Noch einmal mit der Hundesteuer wird sich der am Montag tagende Stadtrat befassen.

Nach dem im August gefassten Grundsatzbeschlüssen soll nun der Satzungstext formal angepasst werden, um Steuererleichterungen vom kommenden Jahr an gewähren zu können.

Demnach soll neu verankert werden, dass für Hunde, die der Halter nachweislich aus einem Tierheim übernommen hat, eine Steuerbefreiung für die Dauer eines Jahres und nur für einen Hund gewährt wird. Sind übernommene Tierheimhunde mindestens acht Jahre alt, wird eine Steuerbefreiung bis zum Lebensende des Tieres gewährt.

Ausgeschlossen von derartigen Vergünstigungen sind so genannte gefährliche Hunde. Dies gilt auch für die Möglichkeit einer 50-prozentigen Steuerermäßigung. Sie soll nun auch für Hunde gewährt werden, die zu Melde-, Sanitäts- oder Schutzzwecken verwendet werden und den dazu vorgesehenen Prüfungen nachweislich erfolgreich abgelegt haben.

Bislang wird ein solcher Rabatt bereits gewährt, wenn Hunde Gebäude bewachen, die von der nächsten bewohnten Bebauung über 200 Meter entfernt liegen; bei landwirtschaftlichen Anwesen beträgt der Abstand 400 Meter. Darüber hinaus wird die Steuerermäßigung Personen gewährt, die Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, bei Erwerbsminderung oder Arbeitslosengeld II erhalten oder diesen Personen einkommensmäßig gleich gestellt sind. Die Regelung gilt nur für einen Hund.

Verzichten will die Verwaltung weiterhin auf eine Einführung von Hundesteuermarken, die in Stolberg seit 1980 nicht mehr ausgegeben werden; dies sei unwirtschaftlich. Große Hunde müssten ohnehin gechipt sein, und 90 Prozent der übrigen Hunde seien dies auch. Sinnvoller erscheinen der Verwaltung regelmäßige Bestandskontrollen. Sie wurde zuletzt vor zwei Jahren durchgeführt und führte zu einer tatsächlichen Mehreinnahme von über 60.000 Euro.

Derzeit sind 3896 Hunde registriert die für ein Steueraufkommen von 444.000 Euro sorgen sollen. Das lag vor zehn Jahren noch bei 231.498 Euro bei 3068 angemeldeten Hunden.
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