Verein hofft auf Handwerker, die am Ehrenmal anpacken

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Stolberg-Schevenhütte. Das Ehrenmal vor der St.-Josef-Kirche in Schevenhütte soll in seiner jetzigen Form erhalten werden. Dazu ist eine aufwendige Restauration erforderlich, da jedes Schieferplättchen von Hand gelöst und wieder neu eingesetzt werden muss, denn die Schieferplättchen sind in all den Jahren der Witterung ausgesetzt gewesen und lösen sich vom Untergrund.

Der Heimat- und Bürgerverein (HBV) hat sich bei einer außerordentlichen Versammlung vorgenommen, das Ehrenmal zu restaurieren. Edi Joßet vom HBV Sche­venhütte hat verschiedene Angebote eingeholt. Von drei Firmen, die die Arbeiten angeboten hätten, habe allerdings keine einen Festpreis nennen können, da die Höhe der Kosten sich nach den aufgewendeten Arbeitsstunden richte.

Sollten sich Handwerker finden, die für den HBV die Restaurierung übernehmen könnten, nimmt der Verein ihre Vorschläge zur Restauration gerne via E-Mail entgegen: hbv-schevenhuette@online.de oder info@josset.de.

Das Denkmal für die gefallenen und vermissten Schevenhütter des Ersten und Zweiten Weltkrieges steht auf dem Grundstück der Kirchengemeinde St. Josef. Auf der Rückseite des Ehrenmals ist die Jahreszahl 1959 eingemeißelt. Errichtet wurde dieses Denkmal vom Steinbruchbesitzer Kaspar Müller aus Schevenhütte. Die Idee zu diesem Mahnmal hatte der Kirchenchor im Jahre 1948. Man schuf zunächst zwei Tafeln aus Blaustein mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkrieges. Diese erhielten ihren Platz neben der Gedenktafel der Opfer des Ersten Weltkrieges. Die Tafeln befinden sich jetzt in der Marienkapelle.

Bei einer Versammlung des Heimat- und Verkehrsvereins am 2. April 1957 beschloss man, ein neues Ehrenmal zu schaffen. Man sammelte erste Spenden und lud die Vorstände der Ortsvereine zu einer Besprechung ein. Es bildete sich die Gemeinschaft zur Errichtung eines Ehrenmals. Alle Ortsvereine wirkten mit. Bei einem Gemeinschaftskonzert, dessen Ertrag dem Ehrenmal zufloss, wirkten das Männerquartett Schevenhütte, die Musikvereinigung „Euphonia“Mausbach und der Männerchor „Liederkranz“ aus Langerwehe mit.

Das neue Ehrenmal wurde aus Spenden der Bürger finanziert. Die Entscheidung über die Bauweise stand fest. Die Pläne, die aus den Reihen der Einwohner kamen, lagen öffentlich in der Schule aus. Nach dem Entwurfsplan von Kaspar Müller, den Oberförster Benning zeichnete, wurde das Mahnmal aus Schevenhütter Devonschiefer gebaut.

Drei Stufen führen zum Denkmal. Vom Kircheneingang aus ist die Gedenkstätte über Devonplatten zu erreichen. Auf dem Denkmal wurde eine Steinplatte mit der Inschrift „Wanderer verweile“ angebracht. Steinschalen zieren die beidseitigen Podeste. Das Eiserne Kreuz krönt die Anlage.

Als die Bewohner ihre Frühkirmes Mitte Juni 1959 feierten, ging für sie ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Das Ehrenmal wurde Kirmessonntag 1959 von Dechant Brock eingeweiht. Der erkrankte Pfarrer Hillbrand konnte dieser Feier nicht beiwohnen, schrieb jedoch einen Dankesbrief an die Gemeinde, in dem er darum bat, seinen Brief bei der Einweihungsfeier zu verlesen.

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