Verein „Fortschritt“: Therapieräume für Menschen mit Behinderung

Von: Dirk Müller
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Gewerkeübergreifend sitzen auch die letzten Handgriffe, mit denen das Schild angebracht wird. Foto: D. Müller
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Der zweijährige Verein „Fortschritt Städteregion Aachen“ plant noch im April die Inbetriebnahme von vier Therapieräumen. Foto: Dirk Müller

Stolberg/Städteregion. Während im Eingangsbereich ein Maler den Pinsel schwingt, tönen aus den Räumen Sägen und Schleifmaschinen. Musik in den Ohren von Professor Dr. Richard Brosse, denn die Arbeiten zeugen davon, dass der Verein „Fortschritt Städteregion Aachen“ kurz vor dem Ziel ist.

„Wir haben uns Ende 2010 gegründet, um zunächst regelmäßige Förderwochen zu anzubieten. Mittelfristig wollten wir aber ein ambulantes Angebot der konduktiven Förderung in der Städteregion etablieren“, beschreibt der Vorsitzende des Vereins. Obwohl der Erfolg der Therapiemethoden nach Professor András Petö belegt sei, standen diese bisher in unserer Region nicht dauerhaft zur Verfügung.

„Die konduktive Förderung ermöglicht es körperbehinderten Menschen, aktiv am Leben teilzuhaben. Leider mussten Betroffene bislang mindestens den Weg nach Düsseldorf oder Oberhausen auf sich nehmen.“ Nun entsteht eine „Petö-Einrichtung“ an der Stolberger Steinfeldstraße 4, der Rückseite des Rolandshauses.

In einer konzertierten Aktion unterstützt der AJH-Aachen (Arbeitskreis Junger Handwerksunternehmer) den Verein „Fortschritt“, indem er die Räume der ehemaligen Orthopädiepraxis herrichtet. „Wir bauen Sachspenden der Innungskrankenkasse IKK classic und von Wohnwelt Pallen auf und passen sie an, haben aber auch selbst Einbaumöbel angefertigt“, erklärt Olaf Korr.

Der diplomierte Holzbau-Ingenieur betont, dass der AJH allerdings gewerkeüber­greifend in Aktion sei: „Maler, Elektriker, Tischler, Installateure und Raumausstatter arbeiten hier ehrenamtlich Hand in Hand, damit die Therapie in der neuen Petö-Einrichtung bald beginnen kann.“

15 Handwerker im Einsatz

Insgesamt sind 15 Handwerker im Einsatz und statten die fünf Therapieräume, Eingangsbereich und Flur sowie die kleine Küche aus. Resultat sind funktionelle wie freundliche Räume, die barrierefrei über den Parkplatz des Rolandshauses zugänglich sind. Mit einer Therapeutin – bei Petö „Konduktorin“ genannt – stehe der Verein bereits in Kontakt, sagt Brosse: „Wir hoffen, noch in diesem Monat mit der Therapie in unserer neuen Einrichtung beginnen zu können.“

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