Veränderung: Besondere Geräte für Stolberger Spielplätze

Von: Sonja Essers
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Kennen sich auf den 55 Spielplätzen in Stolberg bestens aus: Josef Offergeld, stellvertretender Leiter des Jugendamtes der Stadt Stolberg (links), und Jugendpfleger Michael Bosseler. Foto: Sonja Essers
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Die Arbeiten auf dem Spielplatz am Eburonenweg sind nun abgeschlossen. Foto: Michael Bosseler

Stolberg. Rutsche, Schaukel und Wippe? Das war einmal. Auf den Stolberger Spielplätzen stehen eine Menge Veränderungen an. Damit Spielplätze heute für die kleinen und großen Besucher attraktiv sind, müssen schon sogenannte Calisthenics-Geräte oder Panna-Arenen vorhanden sein. Noch in diesem Jahr sollen die Geräte nutzbar sein.

„Die Erwartungshaltung hat sich in den vergangenen Jahren komplett geändert. Heute stehen in den meisten Gärten schon Rutschen und Schaukeln. Da möchte man auf dem Spielplatz natürlich andere Geräte sehen“, sagt Josef Offergeld. Der stellvertretende Leiter des Jugendamtes der Stadt Stolberg meint: „Heute sieht die Welt der Kinder anders aus. Mit den Spielplätzen wollen wir Smartphones und Spielkonsolen etwas entgegensetzen.“

Josef Offergeld und Jugendpfleger Michael Bosseler kennen sich auf den insgesamt 55 Spielplätzen in Stolberg bestens aus. Und auf denen tut sich derzeit jede Menge. Erst Anfang März beauftragte der Kinder- und Jugendausschuss die Verwaltung, in diesem Jahr noch mehrere Maßnahmen an acht Standorten umzusetzen. Insgesamt investiert die Stadt 117.500 Euro in öffentliche Spielplätze. Und damit nicht genug. Im kommenden Jahr sollen weitere 50.000 Euro investiert werden, damit ein Projekt an der Ardennen­straße (Liester) realisiert werden kann. Dort soll 2018 unter anderem ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. „Spielplätze sind Orte, an denen sich Familien treffen und die bestehen nicht nur aus Mutter, Vater und Kind“, sagt Offergeld. Deshalb sei es wichtig, die Interessen von jungen und älteren Menschen zu berücksichtigen.

Bereits für dieses Jahr hat sich die Verwaltung einiges vorgenommen. Auf dem Gelände soll die erste Calisthenics-Anlage in Stolberg entstehen. Was sich dahinter verbirgt? Calisthenics-Geräte bedient man mit der eigenen Muskelkraft. Ähnlich wie in einem Fitnessstudio – mit einem Unterschied: „Diese Anlage hat auch einen wichtigen sozialen Aspekt. Ein Sportstudio kann sich schließlich nicht jeder leisten“, sagt Michael Bosseler. Noch in diesem Jahr soll die Anlage, deren Entstehung ein Antrag des Jugendparlaments vorausgegangen ist, eingeweiht werden. Bisher haben die Arbeiten – dazu gehört neben der Errichtung der Geräte auch das Aufstellen eines neuen Zaunes sowie ein entsprechender Fallschutz – allerdings noch nicht begonnen. Dafür tut sich hinter den Kulissen bereits eine Menge. „Momentan befinden wir uns noch im Auswahlprozess und der findet unter der aktiven Beteiligung der jungen Menschen statt. Für uns ist das ein deutliches Signal, wie wichtig ihnen diese Anlage ist“, sagt Michael Bosseler.

Vor der Auswahl der Geräte, die derzeit stattfindet, stand allerdings die Suche nach einem geeigneten Ort für die Calisthenics-Anlage. „Wir denken, dass sich die Geräte gut in das Gesamtkonzept einfügen werden. Schließlich verursachen sie keinen Lärm“, sagt Bosseler.

Der Spielplatz in der Ardennen-straße ist nicht der einzige, der momentan auf der Agenda der Verwaltung steht. Auf dem Spielplatz in der Krausstraße (Mühle) soll es bald eine Panna-Arena, ein Fußball-Kleinspielfeld, geben. „Das wird noch in diesem Jahr fertig“, sagt Offergeld. Bei einem zweiten Spielfeld, das den Marie-Juchacz-Park auf der Liester bereichern soll, sei man allerdings noch nicht soweit. Der Beschluss liege noch nicht vor, derzeit befinde man sich noch in der Erörterung, sagen Offergeld und Bosseler.

Anders sieht es da auf den Spielplätzen an der Fröbelstraße (Donnerberg) und Arnoldsmühlen (Innenstadt) aus. Eigentlich sollte für rund 20.000 Euro ein neues Multifunktionsspielgerät für den Spielplatz an der Fröbelstraße angeschafft werden. Doch die jährliche Prüfung des Technischen Betriebsamts (TBA) machte der Verwaltung einen Strich durch die Rechnung.

Im Rahmen der Prüfung stellten die Mitarbeiter fest, dass das Spielgerät auf dem Spielplatz Arnoldsmühlen nicht mehr funktionstüchtig ist und sperrten es ab. Zahlreiche Beschwerden gingen darauf bei Offergeld und seinen Kollegen ein. „Manchmal sieht man einem Gerät nicht direkt an, dass es defekt ist. Aber die Sicherheit der Kinder steht an erster Stelle“, sagt Offergeld.

Nun wollen Offergeld und Bosseler den Mitgliedern des Kinder- und Jugendausschusses, der am Donnerstag tagt, vorschlagen, das bereitgestellte Geld anstatt für den Spielplatz an der Fröbelstraße in den Spielplatz Arnoldsmühlen zu investieren. Dort soll dann im kommenden Jahr ein neues Spielgerät aufgestellt werden. „Das Thema ist damit nicht von der Agenda. Die Dringlichkeit auf dem Spielplatz Arnoldsmühlen ist aber höher“, sagt Offergeld.

Weniger aufwendig sind die Arbeiten auf den Spielplätzen Am Wolfeter (Mausbach), an der Buschstraße (Schneidmühle), am Magaritenweg (Donnerberg) und an der Von-Asten-Straße (Donnerberg). Dort wurden neue Spielgeräte – darunter Wippen und ein Spielhäuschen – bestellt, die in den kommenden Wochen aufgebaut werden sollen. Das Technische Betriebsamt half zudem mit einer Tischtennisplatte am Grenzweg in Werth aus. Dort war die Platte in der Vergangenheit Vandalismus zum Opfer gefallen. „Das TBA teilte uns mit, dass es noch eine Tischtennisplatte hätte, die sie dort montieren würde“, sagt Offergeld. Abgeschlossen sind die Arbeiten am Spielplatz am Eburonenweg (siehe Infobox), der in der kommenden Woche eröffnet wird.

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