Venedig, Spielsucht und die Liebe

Von: Toni Dörflinger
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Engagierte Darsteller: Die Laienspieltruppe „Bühne frei” des Helene-Weber-Hauses wird heute Abend im Evangelischen Gemeindezentrum Frankental erstmals das Stück „GeldMachtLiebe” aufführen. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. „GeldMachtLiebe” nennt sich das Stück, das heute im Saal des Evangelischen Gemeindezentrums an der Frankentalstraße um 20 Uhr Premiere feiert. Das Werk, das von der 1993 gegründeten Theatergruppe „Bühne frei” des Helene-Weber-Hauses in Szene gebracht wird, ist eine Interpretation des 1969 entstandenen Fassbinder-Stückes „Das Kaffeehaus”.

Die neunköpfige Gruppe im Alter von 40 bis 77 Jahren hat dem von Rainer Werner Fassbinder geschriebenen Stück, das seinerseits auf das 1750 entstandene Werk „La bottega del caff” des italienischen Komödiendichters Carlo Goldini zurückgreift, in eine ganz neue Version gebracht.

Im Mittelpunkt des in Venedig spielenden Stückes steht ein reicher Graf, der mit dem Ziel einen spielsüchtigen Ehrenmann in den Ruin zu treiben, Nacht für Nacht riesige Gewinne aus dem Spielcasino herausträgt. Der Graf, der mit seinem nach Anerkennung gierendem Verhalten Venedigs Männerwelt brüskiert, bekommt eine Gegenspielerin, als die geheimnisvolle Dame aus dem Norden auf dem Plan tritt.

Fachkundig angeleitet wird die engagierte Laienspieltruppe von Wolfgang Schmitz, der lange Zeit hauptberuflich als Regisseur -Êunter anderem auch am Aachener Stadttheater -Êarbeitete. Schmitz betreut die Gruppe „Bühne frei” seit 1996 und führte bereits in der Vergangenheit auch bei den Bühne-frei-Stücken „Die deutschen Kleinstädter”, „Nichts mehr nach Calingasta” und „Betrifft den Papst” Regie.

Gemütliche Atmosphäre

Damit eine gemütliche Atmosphäre entsteht und die Zuschauer möglichst nah am Geschehen sind, hat die Theatertruppe des Helene-Weber-Hauses den Saal des Evangelischen Gemeindezentrum umgestaltet. Denn das Geschehen konzentriert sich nur auf die eine Hälfte des großen Saales.

Dort hat man nun die eigentliche Bühne zum Zuschauerraum umfunktioniert und das Spielgeschehen auf einem zweigeteilten Podium konzentriert, das dem höher liegenden Zuschauerraum zu ebene Erde gegenüber liegt. „Der Zuschauerraum fasst rund 80 gestaffelt angeordnete Sitzplätze. Die Darsteller agieren unmittelbar vor den Augen der Zuschauer”, sagt Reinhard Weber, einer der Gründungsmitglieder der Theatergruppe. Er spielt den „Leander”.

Die Vorbereitungen für das Stück „GeldMachtLiebe” begannen schon im Oktober 2009. Nach dem anfänglichen Schauspielunterricht begann im Herbst 2010 die „heiße Phase”. Derzeit wird zweimal pro Woche geprobt.
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