Veilchendienstag: Schöner Schlussakkord in Schevenhütte

Von: Et Lenchen ad widder
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Schaurig schön und schrecklich jeck sind die „Wehebachtussies“: Die CG Schevenhütte setzt mit ihrem Umzug am Veilchendienstag traditionell den Schlusspunkt des Stolberger Straßenkarnevals. Auch wenn die Aktivitäten des Vereins ansonsten ruhen: Der Zoch durchs Dorf gehört einfach dazu. Foto: S. KApade
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Der Mausbacher Kirchenchor beteiligt sich auf die jecke Tour an den Sanierungsarbeiten ihrer Heimatkirche St. Markus – mit Kamelle statt Klingelbeutel. Foto: S.KApade
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Auch die Fußballer lassen sich nicht unterkriegen. Die CG hat beim Umzug durchs Dorf sportlich-bekloppte Unterstützung. Wir sagen: klarer Heimvorteil! Foto: S.KApade
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Haben sich kurzfristig noch vor den Zug geschummelt: Die drei „Lustigen Musikanten“ haben in Schevenhütte die Vorhut gebildet. Foto: S.KApade
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Klare Ansage der Schevenhütter Karnevalistentruppe: „Un se krieje uns net kapott.“ Foto: S.KApade

Stolberg-Schevenhütte. Wen kümmert schon das usselige Wetter, wenn sonst alles stimmt? Die Narren der Carnevalsgesellschaft (CG) Schevenhütte haben es am Veilchendienstag wieder einmal geschafft, einen gelungenen Schlusspunkt des Stolberger Straßenkarnevals zu setzen.

Tatkräftig unterstützt wurde die „eigentlich inaktive“ CG dabei von den Gesellschaften aus Zweifall, Gressenich, Mausbach und aus Werth. Viele Jecken, insbesondere Familien mit Kindern, nutzten die Chance, den Narren der unterschiedlichen Fußgruppen und auf den Wagen kurz vor Ende der Session noch einmal ein kräftiges „Alaaf“ zu schmettern und kräftig Kamelle abzustauben.

Schaurig schön waren diesmal die Jecken der CG unterwegs: Sie wandelten in bester „Dia de Muertos-Manier“ durch Schevenhütte. „Für uns ist der Umzug am Veilchendienstag wichtig“, betont CG-Vorsitzender Arne Holz, mit Totenkopfschminke im Gesicht selbst ein bisschen blass um die Nase.

Die Session über zeigen sich die Jecken aus Schevenhütte eher zurückhaltend. Mancher munkelte, dass das Dorf nun völlig zur karnevalistischen Diaspora werden könnte. Doch Fehlanzeige: Der Zug zu Hause ist Ehrensache. „Un se krieje us net kapott“ lautet daher auch das Motto der CG. Dass der ganze Ort karnevalistisch gesehen an einem Strang zieht, zeigten die Guppen weiterer Vereine und Organisationen im Ort.

Für die Narren aus den anderen Stolberger Ortsteilen ist der Schevenhütter Zug eine gern wahrgenommene Gelegenheit, die Uniformen noch ein letztes Mal anzulegen oder den Motto-Wagen zu zeigen, bevor am Aschermittwoch alles vorbei ist. Mit Kamelle statt Klingelbeutel waren die Narren des Mausbacher Kirchenchors ausgestattet: St. Markus wird derzeit saniert.

Ob die Sängerinnen und Sänger nach dem Zug in Schevenhütte nun mit St. Josef liebäugeln? Mausbach hatte übrigens nicht nur seinen Kirchenchor, sondern auch Prinz Dirk I. (Hermanns) nebst Prinzessin Beate entsandt. Närrischer Adel kam auch aus dem Eifelort Zweifall: Nobbi I. und seine KG wollten es auch am Veilchendienstag noch einmal wissen.

Zwar kamen die Jecken großteils trockenen Fußes durch den Ort: Geschneit hat es trotzdem in Schevenhütte, wenn auch nur Schaum. Die KG Adler Werth war beim Umzug für geradezu alpines Flair zuständig. Den fidelen Bessemskriemern aus Gressenich war das kalte Wetter und der Schnee aus Werth indes herzlich egal. Anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass vor allem die jungen Damen der KG mit Sonnenbrille bewaffnet in Schevenhütte aufschlugen.

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