Väterchen Frost verzögert den Neubau

Von: Mischa Wyboris
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Baugelände mit Verzögerungsgeschichte: Die strengen Witterungsverhältnisse des Winters haben den Bauarbeiten am Erweiterungsgebäude des Goethe-Gymnasium einen neuen Rückschlag beschert. Spätestens im Oktober soll der Bau nun endlich fertiggestellt sein. Foto: M. Wyboris

Stolberg. Was haben der Dezember 2010, der Februar, der Mai und der Oktober 2011 gemeinsam? Richtig, sie alle sind schon als Termine für die Fertigstellung der Mensa des Goethe-Gymnasiums genannt worden.

Nach dem unerwartet harten Winter soll es nun also der Herbst sein, der das Ende der Bauarbeiten für den Zwei-Millionen-Euro-Bau bedeutet. Diese Aussicht eröffnet jedenfalls Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann.

„Allzu weit sind wir nicht gekommen”, gesteht Coopmann einen derzeit rund vierwöchigen Rückstand der Bauarbeiten ein: „Der Winter hat uns aus dem Ruder geworfen.” Ursprünglich - wenn man diesen Ausdruck nach all den Verzögerungen noch verwenden möchte - waren die Errichtung des Stahlbaus und des Daches für den vergangenen Dezember geplant gewesen, aber: „Ohne Fundament kein Stahlbau”, sagt der Hochbauamtsleiter. Immerhin: Die Folgearbeiten für die Phase nach der Fertigstellung des Rohbaus sind inzwischen vergeben worden, in der kommenden Woche soll es entsprechende Koordninierungsgespräche mit den zuständigen Firmen geben.

Ein Rückblick: Als am 22. Juli 2010 der erste Bagger für den Neubau auf der Liester anrollte, war der erste Spatenstich bereits fünf Wochen her. Probleme mit dem Verlauf von Gas- und Wasserleitungen stoppten den Bau schon vor seinem eigentlichen Beginn. Der einst für Dezember vorgesehene Übergabetermin für den fertigen Erweiterungsbau, der neben der Mensa künftig auch Lernräume, die neue Bibliothek sowie PC-Zimmer beheimaten soll, war nicht mehr einzuhalten, nachdem bis Mitte April des vergangenen Jahres mit dem Kämmerer und den Aufsichtsratsbehörden um das zwei Millionen Euro teure Projekt gerungen wurde - die finanzielle Schieflage der Stadt ließ beinahe auch den Mensa-Neubau kippen.

Sollten das Gebäude durch weitere Verzögerungen erst 2012 fertiggestellt sein, würden Landesmittel in Höhe von 100000 Euro verfallen. „Eine homöopathische Dosis im Vergleich mit der Gesamtsumme”, sagt Coopmann und beschwichtigt: „Im Oktober ist das Gebäude fertig.”

Trotz aller Verzögerungen erleben die Bauarbeiter übrigens eine Seltenheit: Anwohner, die sich über jeden laustarken Fortschritt in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft freuen. So wie Aurelia Theegarten, die seit fünf Jahren neben dem Gelände wohnt. „Ich bin froh, dass das unter meinen Augen passiert”, sagt die Anliegerin. „Die Schüler brauchen die Mensa doch so dringend.”
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