„Unser Dorf hat Zukunft“: Werth nimmt zum ersten Mal teil

Von: Sonja Essers
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Werth ist lebenswert: Da sind sich die Mitglieder des Organisationsteams, das sich momentan auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vorbereitet, einig. Foto: Sonja Essers
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Das Organisationsteam ist sich sicher, dass ihr Dorf Zukunft hat. Zum ersten Mal nimmt Werth an dem Wettbewerb teil.

Werth. Winterfest, Singen unter dem Weihnachtsbaum, Kaffeekränzchen, Karneval, Tanz in den Mai, Dorftrödelmarkt, BSR-Cup, Wallfahrt, Dorffest und noch vieles mehr: Wer in Werth wohnt, hat das ganze Jahr über einen proppenvollen Terminkalender.

Sieben Vereine und eine Interessengemeinschaft sorgen nicht nur für Abwechslung im Dorfleben, sondern auch dafür, dass der Zusammenhalt der 1047 Einwohner weiter wächst. Um ihr Dorf von der besten Seite zu zeigen nehmen die Werther in diesem Jahr zum ersten Mal am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.

Für das Planungsteam um Frank Plohmann, der ebenfalls Mitglied der Interessengemeinschaft „Wir in Werth“ ist, steht allerdings nicht der erste Platz im Vordergrund. „Wir möchten der Kommission ein lebendiges Dorf präsentieren. Dabei sein, ist für uns alles“, sagt er.

Bereisung Mitte September

Bis zur Ankunft der Jury, die Mitte September stattfinden wird, steht für die Werther allerdings noch viel Arbeit auf dem Programm. Bereits seit Monaten wird der Besuch der Kommission genauestens vorbereitet. „Jetzt muss der Ablauf noch mit Leben gefüllt werden“, sagt Frank Plohmann. Eine Aufgabe, die allerdings gar nicht so leicht ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Denn: Wo mehrere Menschen eingebunden sind, gibt es auch unterschiedliche Meinungen. Im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr steht eines der letzten Treffen an. Worum es an diesem Abend geht? Gemeinsam geht das Organisationsteam noch einmal Schritt für Schritt die Planungen durch. Gestartet wird mit einer Präsentation, um die sich Frank Plohmann gekümmert hat. Er begrüßt die Jury und stellt ihnen das Dorf vor.

Danach geht es – erst mit dem Bus und dann zu Fuß – durch den Ort. Die Route ist bereits ausgearbeitet und auch die einzelnen Experten wissen, wann sie welche der vielen, kleinen Sehenswürdigkeiten vorstellen. Diskutiert wird an diesem Abend natürlich trotzdem. Zum Beispiel darüber, ob man den Rundweg noch um eine Station erweitern soll oder nicht.

Interessant sei die Geschichte des Werther Marienkapellchens definitiv, jedoch sei dafür wahrscheinlich nicht genügend Zeit vorhanden, meinen die Organisatoren. Ein Faktor, den man zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer einschätzen könne. „Das ist die Herausforderung: In wenigen Minuten viel zu erzählen“, bringt Plohmann das Problem auf den Punkt. Eine endgültige Entscheidung wird an diesem Abend noch nicht getroffen. Darüber soll die Generalprobe in der kommenden Woche entscheiden.

Bevölkerung wächst

Präsentieren möchten die Werther den Mitgliedern der Kommission bei ihrem Besuch so einiges. Darunter beispielsweise den Bücherschrank, die beiden neugestalteten Spielplätze oder auch ein Projekt, das es in dieser Form bisher noch nicht in Stolberg gegeben hat: die Mitfahrerbank. Ältere Mitbürger sollen diese in Zukunft nutzen können, um ihre Einkäufe im benachbarten Gressenich zu erledigen. Schließlich hat Werth mittlerweile kein eigenes Lebensmittelgeschäft mehr.

Auf das Wachstum der Dorfbevölkerung nimmt dies jedoch scheinbar keinen Einfluss. Im Gegenteil! Allein im vergangenen Jahr nahm diese nämlich um stolze 150 Einwohner zu. Und: Der Anteil der Ein- bis 20-Jährigen sei genauso hoch wie der Anteil der 60- bis 80-Jährigen. Was Werth so lebenswert mache, seien die Menschen, die dort wohnen, sind sich die Organisatoren sicher.

Fotos vom Dorfleben

Der Rundgang endet schließlich in der alten Schule. Auch dort sollen Präsentationswände mit etlichen Fotos vom Dorfleben die Jury überzeugen. Große Chancen auf den Sieg rechnen sich die Mitglieder des Organisationsteams nicht aus. Der spiele für sie aber auch nur eine untergeordnete Rolle, sagen sie.

Vielmehr wolle man die Mitglieder der Jury mit den Vorträgen der einzelnen Projektbeauftragten zum Zuhören, Lachen und vielleicht sogar dazu bringen, das eine oder andere Tränchen zu verdrücken. Beim Probedurchgang in dieser Woche hat das bereits bestens funktioniert. Damit steht ihrem selbst gewähltem Motto „Gemeinsam und zusammen in die Zukunft“ doch eigentlich nichts mehr im Weg.

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