„Unser Dorf hat Zukunft“: Große Chance für den Donnerberg

Von: Dirk Müller
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Ruth Roelen ermunterte die Donnerberger zur Teilnahme am Dorf-Wettbewerb. Foto: D. Müller

Stolberg-Donnerberg. Das Fazit der Veranstaltung hat für die Mitglieder der Interessengemeinschaft Donnerberger Vereine dem olympischen Motto entsprochen. „Dabei sein ist alles“ hieß es allerdings nicht nur, weil allein schon die Teilnahme an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit 500 Euro belohnt wird.

Vielmehr gab den Ausschlag, dass die IG und ihr Vorsitzender Hans-Josef Schneider Ruth Roelen, bei der Städteregion unter anderem für Dorfentwicklung zuständig, begrüßen konnten. In einem einstündigen Vortrag erklärte Roelen den Wettbewerb.

Der Mehrwert des Wettbewerbs bleibe längerfristig im Dorf und der Gemeinschaft der Bewohner, betonte sie: „Am meisten haben Sie von der Teilnahme“, richtete Roelen das Wort an die im Feuerwehrgerätehaus versammelten Donnerberger und ließ keinen Zweifel daran, die richtigen Adressaten vor sich zu haben: „Ohne Ihr Engagement wäre vieles hier auf dem Donnerberg nicht, wie es heute ist.“ Der Wettbewerb solle aktive Dorfgemeinschaften wertschätzen, unterstützen und stärken. „Es geht nicht darum, wer die schönsten Blumenkübel hat. Ziel ist, die Gemeinschaft im Dorf neu zu inspirieren und auch die Menschen mit ins Boot zu holen, die nicht Mitglied in den Ortsvereinen sind.“

Mehrere Bewertungsbereiche

Die Bewertungsbereiche „Konzeption und Umsetzung“, „Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen“, „Soziales und kulturelles Leben“, „Baugestaltung und Entwicklung“, „Grüngestaltung und Entwicklung“ sowie „Dorf in der Landschaft“ stellte Ruth Roelen anhand von Auszügen der jeweiligen Checklisten vor. Sie hob hervor, dass ein weiterer Mehrwert der Wettbewerbsteilnahme darin bestehe, die Stärken und Schwächen des Donnerbergs besser zu erkennen und ein Bewusstsein für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln – auch mit Hilfe eines externen Beratungsteams der Städteregion.

„Und das sind keine hochgestochenen Öcher, die mit erhobenem Zeigefinger über den Donnerberg gehen, sondern handfeste Leute, die wissen, worauf es im Dorf ankommt“, versicherte Roelen und erläuterte auch das Prozedere des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. So ist die Teilnahme bis spätestens zum Stichtag 31. März 2014 bei der Städteregion anzumelden. Anfang September 2014 besucht eine sechsköpfige Jury die sich bewerbenden Dörfer, die sich 90 Minuten (unter 500 Einwohner) oder 120 Minuten lang präsentieren können.

Neu sind eine 30-minütige Reflexionszeit, in der die Jury unmittelbar nach der Präsentation Rückmeldungen gibt, und dass die Ergebnisse schon einen Tag nach den letzten Dorfbesuchen der Jury verkündet werden. Den erfolgreichen Dörfern winken Preisgelder von bis 1500 Euro und die Wettbewerbsteilnahme auf Landesebene 2015 bis hin zur Bundesebene 2016. Den nächsten Versuch auf Städteregions- beziehungsweise Kreisebene können Dörfer dann wieder 2017 starten.

Der Kreativität der teilnehmenden Orte sei bei der Präsentation keine Grenzen gesetzt, gab Roelen den Donnerbergern, die sich im Falle ihrer Bewerbung mit den Dörfern des Nordens der Städteregion messen müssten, als Tipp. „Begeistern Sie uns für Ihre Heimat! Wie Sie das machen, entscheiden Sie selbst“, ermunterte Roelen die IG Donnerberger Vereine, in deren Reihen sich am Ende ein deutlicher Tenor bemerkbar machte. Und dieser lautete: „Dabei sein ist alles.“

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