„Unser Dorf hat Zukunft“: Donnerberg zum zweiten Mal dabei

Von: Dirk Müller
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Ruth Roelen (v. r.) und Andrea Drossard von der Städteregion, hier im Gespräch mit Rainer Schulte, dem Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft Donnerberg, informieren detailliert über den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Foto: D. Müller

Stolberg-Donnerberg. Die Resignation ist ihm anzumerken gewesen, und er verlieh ihr auch Ausdruck. Kunibert Matheis von der Interessengemeinschaft Donnerberger Vereine (IGDV) begrüßte die Anwesenden zur Auftaktveranstaltung bezüglich der Teilnahme des Stadtteils an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und meinte: „Wenn ich die Resonanz heute sehe, weiß ich gar nicht so recht, ob unser Donnerberg viel Zukunft hat“.

Nur sechs Donnerberger hatten zunächst den Weg in die Kleine Offene Tür St. Josef gefunden, später erweiterte sich der Kreis auf acht anwesende Bürger.

Doch die Vertreterinnen der Städteregion, die den Wettbewerb betreuen, ermutigten Matheis und die IGDV. „Es ist heute Abend ein kleiner, aber sehr feiner Kreis, und Sie alle können als Multiplikatoren fungieren“, sagte Ruth Roelen, und ihre Kollegin Andrea Drossard betonte: „Die Teilnahme an dem Wettbewerb fängt meistens im Kleinen an, schlägt dann Wellen und wird immer größer“.

Während sich im Südkreis der Städteregion Vicht und Werth dem Wettbewerb stellen, ist der Donnerberg im Nordkreis zum zweiten Mal bei „Unser Dorf hat Zukunft“ dabei. Das „Dorf mit dem Sender“ hatte bei der ersten Teilnahme vor drei Jahren auf Anhieb den fünften von elf Plätzen belegt und damit mehr als nur einen Achtungserfolg einfahren können.

Nachdem Matheis die übersichtliche Beteiligung an der Auftaktveranstaltung verdaut hatte, brachte er den interessierten Anwesenden frohe Kunde: Das Donnerberger Dorfgemeinschaftshaus, das im Rahmen der neuen Stadtrandsiedlung entstehen soll, werde konkreter.

„Die Stadtverwaltung befragt daher jetzt die IGDV und die angeschlossenen Vereine, wie wir das Haus mit Leben füllen wollen.“ Dementsprechend wolle die IG auch mit dem Fokus auf das Neubaugebiet Stadtrandsiedlung und das Dorfgemeinschaftshaus in den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gehen. „Weitere Schwerpunkte könnten die Altbebauung der Siedlergemeinschaft Donnerberg und das Naherholungsgebiet Gehlens Kull sein“, schlug Matheis vor.

Ansätze, die auch Andrea Drossard und Ruth Roelen befürworteten, da der Donnerberg damit punkten könne.

Doch die beiden Mitarbeiterinnen der Städteregion hoben hervor, das Abschneiden in dem Wettbewerb sei eher zweitrangig – nicht nur, da bereits die Teilnahme vom Hauptsponsor Sparkasse Aachen mit 500 Euro belohnt wird.

„Es geht vor allem darum, neue Blickwinkel auf die eigene Heimat zu bekommen. Einerseits durch die Anregungen der Jury als Blick von außen, andererseits als neuen Blick von innen, wenn sich die Menschen gemeinsam intensiv mit ihrem Lebensumfeld Donnerberg beschäftigen“, beschrieb Roelen.

Dazu gehöre es, Stärken ebenso zu erkennen wie Schwächen, auf die man dann als Dorfgemeinschaft reagieren könne, erläuterte Drossard. Denn die Wettbewerbsjury, die zwischen dem 4. und dem 15. September die teilnehmenden Stolberger Stadtteile bereist, beurteile weniger die Gegebenheiten, denn das, was die jeweilige Dorfgemeinschaft daraus gemacht habe.

„Das soziale Miteinander ist heute ein Schwerpunkt des Wettbewerbs“, erklärte Roelen. Dies spiegelt sich auch in den Bewertungskategorien von „Unser Dorf hat Zukunft“ wider, die Drossard detailliert vorstellte.

So werden für Konzeption und Umsetzung der Teilnahme an dem Wettbewerb ebenso maximal 25 Punkte vergeben wie für den Themenbereich „Soziales und kulturelles Leben“. Für „Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen“ im Stadtteil können bis zu 18 Punkten eingeheimst werden, höchstens 17 Punkte werden für „Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft“ vergeben.

Maximal 15 Punkte sind dann noch für „Baugestaltung und Entwicklung“ zu erreichen. Grundsätzlich sei es die Kunst, bei der Präsentation und dem Rundgang mit der Jury durch das Dorf gezielt Schwerpunkte zu setzen, denn „Sie haben viel mehr, als Sie zeigen können“, bescheinigte Roelen den Donnerberger Bürgern viel Potenzial.

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