Stolberg - Ungenutzte Brücke wird neu eingemauert

Ungenutzte Brücke wird neu eingemauert

Von: -jül-
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Die Sanierung der Bachufermauer an der Eisenbahnstraße erreicht jetzt die seit Jahren gesperrte SMW-Brücke. Sie wäre überflüssig, wenn sie nicht eine Abwasserleitung tragen würde. Foto: J. Lange

Stolberg. Ihre ursprüngliche Funktion hat die kleine Fußgängerbrücke längst eingebüßt. Vor vielen Jahren sorgte sie an der Eisenbahnstraße (L 23) für eine Verbindung von zwei Betriebsstätten des Stolberger Metallwerks über den Vichtbach hinweg. Später diente sie lediglich noch als Verbindung zum Parkplatz.

 Seitdem die KME das Werk vor einigen Jahren ganz aufgegeben hat, ist die Brücke für Fußgänger ganz gesperrt, die ein paar Meter weiter die – wenn auch nicht sonderlich stabil wirkende – städtische Brücke zum Mohlenbend benutzen können.

Schon lange liegen auf der früheren Werksbrücke keine Bohlen mehr, und schon längst wäre ein Abriss eine optische Aufwertung, wenn, je wenn dieses Bauwerk nicht eine besondere Konstruktion tragen würde: Die Druckabwasserleitung des Hofes Bleibtreu, die auf der anderen Bachseite an die städtische Kanalisation angeschlossen ist.

Das Problem dabei ist, dass im Rathaus einerseits nicht zweifelsfrei geklärt ist, wer Eigentümer der Brücke ist. Das andere besteht darin, das Abwasser des früheren Kupfermeister-Geländes entsorgungssicher an die Kanalisation anzuschließen.

„Die nächsten Kanäle liegen in der Europastraße sowie hinter dem Bahnübergang in der Eisenbahnstraße“, erklärt der zuständige Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, dass dies eine Kostenfrage ist. Aber nicht nur. Denn ungewiss derweil ist die weitere Entwicklung der Industriebrache, für die u.a. die Ansiedlung eines Verbraucher- und Getränkemarktes einmal im Gespräch war. Von der Art einer späteren Nutzung abhängig wäre die Dimension der erforderlichen Abwasserleitung.

Qualifizierung endet im Mai

„Wir werden abwarten müssen, was passiert“, fasst Kistermann die Ergebnisse jüngster Diskussionen zusammen. Die wurden geführt, weil die Sanierung der Bachufermauer der Vicht an der Eisenbahnstraße in Kürze just jene Brücke erreicht, die hässlich ist und überflüssig wäre, wenn nicht die Kanalleitung daran hängen würde. Demnach werden die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme, die von der Landesentwicklungsgesellschaft getragen und der Beschäftigungsinitiative Lowtec betreut werden, ihre bisher erworbenen Kenntnisse aufbringen müssen, um das neue Mauerwerk fachgerecht um das historische Bauwerk einzusetzen.

Voraussichtlich Ende Mai werden die Arbeiten an der Ufermauer ihren vorläufigen Endpunkt in Höhe des Eisenbahnübergangs erreichen, an deren Kosten das Land als Anlieger beteiligt war. Dann dürfte erst einmal Feierabend sein. Obwohl die Mauer auf der gegenüberliegenden Bachseite am Mohlenbend ebenfalls noch saniert werden muss. „Es stehen keine Mittel dafür im Haushalt“, bedauert Kistermann, der sie für das kommende Jahr anmelden möchte. Spätestens dann ist der Stadtrat gefragt.

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