Stolberg-Büsbach - Unfall in Büsbach: Polizei sucht weiter Zeugen

Unfall in Büsbach: Polizei sucht weiter Zeugen

Von: Sarah-Lena Gombert
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An dieser viel befahrenen Kreuzung zur Aachener Straße wurde vor einem Monat ein 13-jähriger Junge von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Die Polizei sucht noch nach Zeugen, die etwas über den Vorfall sagen können. Foto: S.L. Gombert

Stolberg-Büsbach. Einen Monat ist es nun her, dass ein 13-jähriger Junge beim Überqueren der Aachener Straße in Büsbach von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde. Noch immer sucht die Polizei nach Zeugen des Unfalls. Noch immer ist nicht klar, was an diesem Freitagabend an der Kreuzung Aachener Straße/Konrad-Adenauer-Straße passierte.

René Reiss wohnt mit seiner Frau und den Kindern seit vielen Jahren an der Aachener Straße, unweit vom Unfallort. Er leistete an jenem Freitagabend Erste Hilfe. Dass bei dem Unfall ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft schwer verletzt wurde, beschäftigt den Familienvater sehr.

„Als Fußgänger ist man an dieser Kreuzung im Nachteil“, sagt René Reiss. Zu schnell seien viele Autofahrer im Kreuzungsbereich unterwegs – ob sie nun die Aachener Straße in Richtung Brand hinunter fahren oder in die Stolberger Innenstadt. In Höhe Gedautal gab es im April dieses Jahres einen schweren Verkehrsunfall mit drei Verletzten.

„Man sieht immer wieder waghalsige Überholmanöver, teilweise wird an Verkehrsinseln links überholt“, beschreibt Reiss die Situation. Auch, wer im Kreuzungsbereich abbiege, drücke oft auf das Gaspedal, um noch bei Grün über die Ampel zu kommen. „Hinzu kommt, dass immer wieder Autofahrer unerlaubt über die Hofeinfahrt des Autohauses abkürzen“, hat Reiss beobachtet. Der Autohändler hat sowohl an der Aachener Straße als auch an der Konrad-Adenauer-Straße eine Einfahrt zu seinem Gelände.

Aus Sicht des Aachener Polizeipräsidiums handelt es sich bei der Kreuzung jedoch nicht um einen offiziellen Verkehrsunfallbrennpunkt, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Das habe der Auswertungszeitraum Oktober 2013 bis September 2016 nicht ergeben.

Mit anderen Worten: Damit eine Stelle als Unfallschwerpunkt gilt, müssten dort mehr Verkehrsunfälle verzeichnet werden. Auch darüber, dass der Hof des Autohauses als Abkürzung genutzt werde, lägen der Polizei keinerlei Informationen vor.

„Muss hier erst ein Mensch umkommen, damit etwas passiert?“, fragt sich indes René Reiss. Der ganze Kreuzungsbereich ist aus seiner Sicht für Fußgänger gefährlich. Reiss und weitere Nachbarn wollen sich darum dafür stark machen, dass der Bereich entschärft wird. Insbesondere deshalb, weil in der Nachbarschaft viele Kinder leben. „Auf wenigen 100 Metern leben ungefähr 15 Kinder“, sagt Reiss. Sein eigener Sohn, der die Unfallstelle an dem Freitagabend ebenfalls gesehen hatte, hätte schwer daran zu knabbern gehabt, was dort passiert war.

Doch wie könnte die Kreuzung sicherer werden? Die Ampelanlage ist bereits jetzt rund um die Uhr im Einsatz – im Gegensatz zu anderen Ampeln auf der Konrad-Adenauer-Straße, die nachts ausgeschaltet bleiben. Einen stationären Blitzer, wie er beispielsweise in Buschmühle steht oder am Fettberg, gibt es an der Büsbacher Kreuzung nicht.

Auch mobil „geblitzt“ wird rund um die Kreuzung nicht gerade häufig, vermutet René Reiss. Eine abschreckende Wirkung durch eine mobile Geschwindigkeitsmessung gibt es also kaum. Die Polizei bestätigt: „Da die Kreuzung unauffällig ist, wird diese lediglich sporadisch und nicht Schwerpunktmäßig überwacht“, heißt es aus dem Präsidium.

Was den Unfall vom 21. Oktober angeht, hofft die Aachener Polizei immer noch darauf, dass sich Zeugen melden. Gegen 19.55 Uhr hatte ein 60 Jahre alter Autofahrer aus Düren den Jungen angefahren, der die Aachener Straße nur wenige Meter neben der Kreuzung hatte überqueren wollen. Wer Angaben zum Unfallhergang machen kann, wird gebeten, sich an das sachbearbeitende Verkehrskommissariat unter 02404/9577-42101 zu wenden.

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