„Und ewig rauschen die Gelder”: Witzige Komödie mit Verwechslungsspiel

Von: Dirk Müller
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Theater-Applaus-Bild
Marco Schüller alias Eric Swan (rechts) beruhigt seinen einzig wirklichen Untermieter Norman Bassett (Jan Vanderheiden). Foto: D: Müller Foto: ller

Stolberg-Breinig. Noch ist es an Regisseur Heinz Milcher, den Darstellern der Theatergruppe „Applaus” den letzten Feinschliff zu geben. „Nein, das muss ein wenig anders betont werden”, unterbricht er die Szene bei der Probe in einer Schule in Aachen-Walheim.

Auch Souffleuse Michaela Podborny wird derzeit noch bei einigen Textstellen benötigt, doch bis zum 1. Oktober haben die zehn Akteure noch reichlich Zeit, sich vollends mit ihren Rollen vertraut zu machen.

Denn dann heißt es im Kulturzentrum Frankental: „Und ewig rauschen die Gelder”. Sorgen, dass es Probleme geben könnte, macht sich in der Gruppe niemand, denn „Applaus” verfügt über genügend Bühnenerfahrung und Routine. Bereits 1988 gründete sich die Theatergruppe als „Sonderabteilung” des Eifel- und Heimatvereins Breinig und brachte seitdem stolze 23 verschiedene Inszenierungen auf die Bühne.

Das aktuelle Stück von Michael Cooney verspricht humorvolle Unterhaltung voller Wortwitz und Situationskomik, da erschwindeltes Vermögen beizeiten Unannehmlichkeiten bereiten kann, wie der Protagonist des Lustspiels am eigenen Leibe erfährt.

Eric Swan, gespielt von Marco Schüller, ist seit zwei Jahren arbeitslos und verheimlicht dies vor seiner Frau Linda (Ute van Drathen). Der wöchentliche Scheck des Sozialamts für seinen ehemaligen Untermieter ist Swan daher eine willkommene Einnahmequelle - und der Beginn seiner zweiten Karriere als Betrüger.

Imaginäre Untermieter

Einmal auf den Geschmack gekommen, erfindet er gewieft immer mehr hilfsbedürftige Hausbewohner und bezieht für die imaginären Untermieter Invaliden-, Unfall-, Alters- und Frührente. Auch Kranken-, Wohn- und Kindergeld bescheren dem Arbeitslosen immerhin zwei Jahre lang ein stattliches „Gehalt”. Doch es kommt wie es kommen muss: Ein Außenprüfer des Sozialamts fühlt dem Haushalt mit den „vielen Bewohnern” auf den Zahn, und Swans komplexes Lügengebäude droht einzustürzen. Nun ist großes Improvisationsvermögen gefragt.

Eine rasante Verwechslungs- und Verwandlungskomödie mit unglaublichen Wendungen beginnt. Swan steuert dabei von einer Katastrophe in die nächste und läuft Gefahr, auch seinen einzigen wirklichen Untermieter Norman Basset, dargestellt von Jan Vanderheiden, mit in den Untergang zu reißen...

Die Termine der Aufführungen

Die Theatergruppe „Applaus” spielt die Komödie „Und ewig rauschen die Gelder” im Kulturzentrum Frankental:

Samstag, 2. Oktober, 19.30 Uhr.

Sonntag, 3. Oktober, 16 Uhr.

Samstag, 9. Oktober, 19.30 Uhr.

Sonntag, 10. Oktober, 16 Uhr.

Kartenvorverkauf über die Bücherstube am Rathaus, Rathausstraße 4 und Tabakwaren Hahn, Raiffeisenstraße 18.

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