Und den Narren wird ganz warm ums Herz

Von: Heike Eisenmenger
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Sie rissen die Zuschauer bei der Gala-Sitzung der „Ersten Großen” mit ihrem Humor schier von den Stühlen: die Mitglieder des „Thorrer Schnauzerballetts”. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Mit jedem seiner Pfunde - und davon hat er nicht wenige auf den Rippen - versprüht Markus Schwarz pure Lebensfreude. Der Chef des „Thorrer Schnauzerballetts” ist ein Energiebündel, das trotz seiner Körperfülle leichtfüßig über die Bühne in der Stadthalle wirbelt.

Das Publikum tobt vor Begeisterung, der Auftritt des Männerballetts zählt zu den Höhepunkten bei der „Gala-Sitzung mit Damen” der KG Erste Große. Mal als Cowboy, dann als Mister Amerika und auch als Marilyn Monroe machen die properen Jungs eine tolle Figur.

Alles läuft schön rund

Unterhaltsames Programm, ein vollbesetzter Saal, und die Heizung funktioniert auch: Ralf Meyer vom Organisationsteam der Stolberger Gesellschaft ist glücklich, dass bei der Gala-Sitzung alles rund läuft. Gerade in Sachen „defekte Heizung” hatte es im Vorfeld sorgenvolle Gesichter gegeben. „Der Betreiber der Stadthalle hat Wort gehalten. Es ist richtig gut geheizt”, betont Meyer.

Bei der Gala-Sitzung ist ein festliches Outfit Pflicht, und so sieht man an diesem Abend viele der Damen in langen Roben, während die Mehrzahl der Herren einen klassischen schwarzen Anzug trägt. Den Auftakt gestalten die Aktiven der Ersten Großen selbst. Zum ersten Mal bei ihrer Galasitzung tritt die Jugend mit an, und so darf auch Kinderprinz Florian I. (Classen) auf die Bühne.

Wenn es Bützchen zu kaufen gäbe, müsste Stolbergs Prinz Torsten I. (Graf) eine Riesenpackung nehmen: Auf seinem Weg zur Bühne - begleitet von Erster Großer, Hofstaat und Donnerberger Trompetenbläsern - verteilte er unzählige Küsschen, umarmte, drückte und herzte. Auf bewährte Qualität setzte die Erste Große bei den Kaafsääck: Das Musikcorps aus Dürwiß verstand es, mit ihren Melodien tolle Stimmung zu verbreiten.

Nachhilfe in Kölsch

Die Gala-Sitzung lieferte durchaus auch „geistige Nahrung”: Live auf der Bühne gab es nämlich Nachhilfe in der Fremdsprache „Kölsch”, festgemacht am Auftritt der Band „Röbedeuker”. „Röb”, erklärte Moderator Holger Schulz, sei der kölsche Ausdruck für Rübe. Und„Deuker” stehe in Kölsch für Teufel. Wenn man jemanden zum Teufel wünscht, sagt man in Köln: „Dat soll der Deuker holle!”

Ganz ihrem Namen verpflichtet traten Frontfrau Rosa, die optisch stark an die Schlagersängerin Andrea Berg erinnerte, und ihre Musiker im Teufelskostüm auf. Entertainment aus der Stolberger Schmiede lieferten die Altstadtmusikanten. Ihre heimischen Liedchen kamen an, wie der lang anhaltende Applaus zeigte.

Einer aus den eigenen Reihen ist Heinz Hartmann, der in seiner Paraderolle als Stolberger Till aus dem hiesigen Fastelovvend nicht mehr wegzudenken ist. Diesmal aber stand er nicht als Till, sondern als Ein-Mann-Karnevalsgesellschaft „Eene alleen” auf der Bühne. Es war eine Mischung aus Büttenrede, Slapstick und Tanz, die Hartmann vereinte und mit der er sich mitten ins Herz der Stolberger katapultiert.

Während Hartmann als Ein-Mann-Show jede Menge Platz auf der Bühne hatte, wussten die Mitglieder des „Reitercorps Jan wan Werth” kaum, wohin mit ihren Füßen. So viele waren es, die sich im Scheinwerferlicht tummelten und musikalisch unterhielten. „Ganz großes Kino” bot auch die Tanzgruppe „Hellige Knäächte un Mägde” aus Köln, die ein buntes Tanzspektakel einstudiert hatte und ebenfalls begeisterte.
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