Und alle wittern ihre Chancen in Hollywood

Von: Marie-Luise Otten
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Indianer und Gauner bevölkerten am Wochenende die Bühne im Kulturzentrum Frankental. Mit seinem Stück „Pension Hollywood“ begeisterte der Theaterverein Bardenberg sein Publikum. Foto: M. Otten

Stolberg. Der Theaterverein Bardenberg gründete seine jetzige Laienspielgruppe 2008. In diesem Jahr inszenierten die Damen und Herren unter der Regie von Dagmar Thorand ihr sechstes Volksstück. „Pension Hollywood“, ein Schwank in drei Akten von Erich Koch, sorgte am Wochenende im Kulturzentrum Frankental für viel Amüsement.

Nahezu ausverkauft waren beide Vorstellungen um das illustre Völkchen und dessen Traum, einmal in Hollywood zu spielen. Mit viel Liebe zum Detail waren die Kulissen hergerichtet, für Licht- und Tontechnik zeichnete Volker Struben verantwortlich, als Souffleuse saß Hedwig Klinkenberg im schwarzen Kasten. Das vielseitige Engagement der spielfreudigen Gruppe sowie die engagierten Helfer im Hintergrund bei der Bewirtung ließen die Abende in Stolberg zu etwas Besonderem werden.

Um in der Pension von Hubert (Robert Grabo) und Sofie Laubenpieper (Simone Emmerich) in Bardenberg nicht als Bankräuber aufzufallen, geben sich die Gangster Bruno (Wolfgang Krupp) und Tina (Dagmar Thorand) als Filmleute für Hollywood aus, welche auf der Suche nach neuen Stars sind.

Hoffen auf den Durchbruch

Die Gäste der Pension, Max Bierfreund (Dirk Kuntz) alias Häuptling Großer Schluckspecht, auf der Suche nach sich selbst, die Vertreterin für Damenwäsche Lydia Spitzgras (Stefanie Thomas), der vergeistigte Ornithologe auf der Suche nach den seltensten Vögeln, Dr. Otto-Maria Honigmund (Harry Landes), riechen ihre Chancen auf den großen Durchbruch in Hollywood. Auch die beiden Schwestern von Sofie, die vom Leben und den Männern enttäuschte Martha Maisenkaiser (Angelika Kuntz) und die schwerhörige Lotte Maisenkaiser (Myriam Rommerskirchen), wittern ihre Chancen und laufen zu Hochform auf.

In der Pension bricht somit das Chaos aus. Der Polizist Kurt Schnüffel (Heiner Delpy) ist den Gaunern auf der Spur, doch als der Sack mit dem Geld verschwindet, wird er genau wie die anderen mit Lydias Unterwäsche gefesselt und durch Lottes Ohrfeigen gefoltert, um das Versteck preiszugeben. Erst als Lotte mit Ottos Hörgerät wieder perfekt hören kann, wendet sich das Blatt. Alle zusammen erfreuten das Publikum mit lustigem Spiel und vielen Lachern. „Man lernt nie aus“, wird sich mancher im Saal gedacht haben, denn von „String-Tangas, die miauen oder Stoffhasen, die Leberwurst lieben“ hatten sie bisher noch nie etwas gehört. Auch dass „Indianer in Indien leben und der Romadur in Rom“ sorgte für neue Kenntnisse.

Ungeahnte Talente entwickelten die drei Schwestern Sofie, Martha und Lotte, die durch ihre Tänze den Saal zum Kochen brachten. Lang anhaltender Applaus war der Lohn für einen vergnügten Abend. Weitere Aufführungen finden am 30. November und am 7. Dezember, jeweils 19:30 Uhr, in der Europaschule Herzogenrath/Merkstein statt.

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