Stolberg-Vicht - Unbezwingbares Massiv in Vicht

Unbezwingbares Massiv in Vicht

Von: unserem Mitarbeiter Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Vicht. Das Vichter Naturdenkmal strahlt Faszination aus. Unbezwingbar wie die Mauern einer Burg ragen die Steinblöcke in die Höhe.

Kluckensteine werden die steilen Felsnadeln genannt, die an die Nideggener Buntsandsteinfelsen oder das sächsische Elbsandsteingebirge erinnern.

Ein lichter Eichen- und Buchenwald umhüllt die mehrstufigen Gesteinspakete. Die Blöcke, die aus vier Formationen bestehen und bis zu acht Meter hoch sind, laden zu Kletterpartien ein.

Der höchste Punkt des Massivs wird von einem mächtigen Holzkreuz gekrönt. Das Kreuz ist ein Symbol des Friedens und wurde Anfang der 50er Jahre von der Vichter St. Sebastianus Schützenbruderschaft errichtet. Ins Auge fällt die rötliche Färbung der Gesteine und ihr grobporiges Aussehen. Die Kluckensteine, die auch Vichter Konglomerat genannt werden, enthalten Sand- und Tonsteinanteile.

Bei genauem Hinsehen entdeckt man zusammengebackenes Geröll unterschiedlicher Korngröße. Die Vichter Konglomerate-Konglomerat bedeutet zusammenbacken - entstanden vor rund 380 Millionen Jahre. Die Geologen vermuten, dass einst ein mächtiger Fluss die kompakten Massen transportiert und abgelagert hat.

Felsband bis Eupen

Die Gesteinsarten, die ursprünglich aus dem Brabant-Massiv stammen sollen, gehören zu einem Felsband, das sich von Vicht aus über Roggenläger, Friesenrath, Schmidthof bis nach Eupen hin gut verfolgen lässt. Entlang dieses Gesteinsbandes liegen wie auf einer Perlenkette aufgereiht die Naturdenkmale.

Der eigentümliche Name der Vichter Felsen gibt Rätsel auf. Erinnert der Name an die Bezeichnung Glucke oder Glocke? Beides kann zutreffen. Denn einige Steine haben das Aussehen einer Glucke, die ihre Kücken um sich gescharrt hat. Zutreffender ist die Bezeichnung Glockensteine. Sie entführt in die Geschichte der Vichter Eisenindustrie. Vermutlich sind die Kluckensteine einst als Steinbruch missbraucht worden.

Besonders hitzebeständig

Denn viele der unterhalb liegenden Häuser sind aus Konglomerat-Steinen erbaut. Besonders deutlich wird das im ehemaligen Weiler Stollenwerk. Die aus dem Kluckenstein gewonnenen Brocken galten als besonders hitzebeständig und waren ein begehrtes Material für die Ausmauerung der glockenförmigen Schmelzöfen.

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