Unbeschreibliche Gefühle beim Ironman

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Stolberg. Er ist ein Sportler durch und durch. Das stellte Markus Ganser jetzt als Teilnehmer des Ironman auf Lanzarote unter Beweis. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Stolberger Radprofi auch in Sachen Triathlon austobt.

Beim Iranman war er einer von 1500 Teilnehmern, davon 50 Profis. Ganser hat sich den 18. Platz in der Altersklasse 5 geholt und sich damit für die Weltmeisterschaft auf Hawaii am 8. Oktober qualifiziert.

Blasen, Sonnenbrand, Stolz

Aus Lanzarote hat er unserer Zeitung einen Bericht zukommen lassen, den er auch als Blog im Internet veröffentlicht hat.

„Es ist kurz vor sechs Uhr am Tag danach und ich fühle mich eigentlich ganz gut, komme sogar die Treppen rauf und besonders runter”, schreibt Ganser. Er spüre nach dem Wettkampf lediglich ein paar Blasen, Sonnenbrand - und natürlich eine gehörige Portion Stolz über sein Ergebnis. Um 5.15 Uhr ging es am großen Tag zunächst zum Schwimmwettkampf. Am Strand und in der Wechselzone war es zwar noch stockdunkel, aber „es war die Hölle los - klar, bei 1500 Teilnehmern”, erinnert sich der Radprofi.

Um 6.45 Uhr stand er „wie immer ohne Warmschwimmen” an der Startlinie, beziehungsweise in der zehnten Reihe. Als um 7 Uhr der Startschuss fiel, hatte Ganser nicht die ideale Position ergattert, wie er schnell feststellte. „Die ersten 200 Meter bis zur Boje waren Massenschlägerei pur”, erzählt Ganser. Nach der Halbzeit wurde den Teilnehmern ein kurzer Landgang gestattet, Ganser „fiel aus allen Wolken”, als er eine 27er-Zeit sah, zumal er sich überhaupt nicht verausgabt gefühlt habe. Nach gut 55 Minuten war das Schwimmen vorbei, Ganser freute sich über seine gute Zeit (9:35) und den 19. Platz, vor allem, da er das Schwimmen nicht als seine beste Disziplin eingeschätzt hatte.

Auf dem Rad „ging es dann natürlich direkt zur Sache”, erzählt Ganser. Er war in seinem Element, auch wenn es stark bewölkt und sehr windig war. Ganser fuhr problemlos nach vorne und machte besonders am Berg viel Zeit gut. „Auf den langen Geraden hielt ich mich eher zurück”, gesteht er. Bei Kilometer 90 in Teguise dann die frohe Botschaft: Markus Ganser war siebter Overall und bester seiner Altersklasse. Eine Motivation für die noch anstehenden Berge. In der Wechselszone kam Ganser auf Platz 4. Ein unbeschreibliches Gefühl für den Radprofi, „so schnell zu sein, dass noch kein anderer zu sehen ist”.

Letztlich verzeichnete er eine Radzeit von 4 Stunden und 54 Minuten und war somit Drittschnellster. Dann das Laufen bei heißen Temperaturen und viel Wind: Die erste Runde lief Ganser konstant zwischen 4:40 und 4:50 Minuten. Die Hoffnungen auf eine gute Platzierung waren groß. „Aus diesen Träumen erwachte ich dann aber bei Kilometer 21 recht schnell, da plötzlich gar nichts mehr ging”, erinnert sich Ganser. Letztlich kam er auf eine Marathonzeit von 3:39. Die Qualifikation für Hawaii war es, die ihm den Antrieb für die letzten, harten Kilometer gab.

Die Mühe zahlte sich aus. Ganser sicherte sich den 5. Platz seiner Altersklasse. Nach dieser Leistung darf sich der Stolberger mit gutem Grund ein „Ironman” nennen.
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