Umzug: Jobcenter bald am Kaiserplatz vereint

Von: Katharina Menne
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Hier geht es hin: Die aktuell vier Standorte des Stolberger Jobcenters rücken zusammen und finden ab Januar 2017 Platz im alten Goethe-Gymnasium und im alten Amtsgericht am Kaiserplatz. Die 65 Angestellten erwartet eine muntere Büro-Rotation. Foto: K. Menne
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Freuen sich auf kürzere Wege: Pressesprecher Christian Neuß (l.) und Geschäftsstellenleiter Marcus Alt.

Stolberg. Aus vier mach zwei – nach diesem Motto rücken die bisher auf vier Standorte rund um den Kaiserplatz verteilten Abteilungen des Stolberger Jobcenters ab Januar 2017 näher zusammen. Alle 65 Mitarbeiter sind dann im benachbarten Ensemble aus altem Goe­the-Gymnasium und altem Amtsgericht untergebracht.

Der Umzug wird ein regelrechtes „Bäumchen wechsel dich“. „Keiner der Mitarbeiter bleibt in seinem Büro“, sagt Geschäftsstellenleiter Marcus Alt. Im Gebäude des Amtsgerichts mit der Adresse Kaiserplatz 5 wird nach dem Umzug der gesamte Bereich „Markt und Integration“ zu finden sein. Dazu gehören die Arbeitsvermittlung und das Fallmanagement. Direkt daneben im Gebäude Kaiserplatz 6 wird die Eingangszone zur Ersterfassung eingerichtet sowie der Leistungsbereich, der sich mit allen Fragen zum Thema Geld beschäftigt.

„Der Idealfall wäre zwar gewesen, alle Stellen unter einem Dach in einer einzigen Liegenschaft zu vereinen, doch das war in absehbarer Zeit nicht möglich“, sagt Alt. Es sei noch alternativ das Gebäude des Dienstleistungszentrums an der Cockerillstraße im Gespräch gewesen. Doch die Immobilie wäre zum Einen schlechter angebunden und zum Anderen der Umzug nicht kurzfristig realisierbar gewesen.

Als sich durch den Wegzug des dort vorher ansässigen Notariats nach Büsbach die Chance abzeichnete, zumindest die beiden nebeneinander liegenden Gebäude am Kaiserplatz anzumieten, habe man sofort zugegriffen.

Denn laut Christian Neuß, dem Pressesprecher aller Jobcenter in der Städteregion, liegen die Vorteile auf der Hand: „Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist gut, die Gebäude teilen sich einen Parkplatz hinter dem Haus, alle Zugänge sind barrierefrei und die Wege sind kurz, da die Gebäude nur wenige Meter auseinander liegen“, sagt er. Insgesamt residiert die Geschäftsstelle Stolberg dann mit all ihren Teams auf rund 2000 Quadratmetern.

Und wie sieht es aus mit der Wirtschaftlichkeit? Umzüge kosten schließlich Geld. „Würde es sich nicht lohnen, würde es nicht gemacht“, sagt Christian Neuß. Die Synergieeffekte seien groß. Man benötige zukünftig weniger Hausmeister, weniger Sicherheitspersonal und zahle weniger Nebenkosten, da ab dem Zeitpunkt der Zusammenlegung der Standorte zwei Gebäude weniger versorgt werden müssten. Hauptgrund für den Umzug sei aber, es den Kunden so angenehm wie möglich zu machen.

Laut den aktuellen Zahlen betreut das Jobcenter Stolberg über 7000 Personen in mehr als 3400 sogenannten Bedarfsgemeinschaften. In der Gesamtpersonenzahl sind auch Kinder und Ehepartner enthalten. Sie alle beziehen die „Grundsicherung für Arbeitsuchende“, auch Hartz IV genannt.

Davon abzugrenzen sind die Personen, die von der Agentur für Arbeit und dem Sozialamt betreut werden. Festzuhalten ist: Auch wenn die Arbeitslosenquote in Stolberg insgesamt im vergangenen Jahr von 9,9 Prozent auf 9,4 Prozent gesunken ist, bleibt sie noch immer die höchste Quote in der gesamten Städteregion.

Vermietet werden die Räumlichkeiten von der AMW Projekte GmbH, einem Schwesterunternehmen der Landmarken AG, die in der gesamten Region bei vielen Immobilienprojekten ihre Finger im Spiel hat. Deren Vorstand Jens Kreiterling freut sich denn auch über einen langfristigen Mieter wie das Jobcenter. „Die Verträge sind auf zehn Jahre angelegt. Das gibt Planungssicherheit.“ Zusätzlich konnte das Jobcenter sogar noch eine Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre heraushandeln.

Zustande kam die Zusammenarbeit aufgrund anderer gemeinsamer Projekte aus der Vergangenheit. Die Aachener Landmarken AG hatte beispielsweise für das Jobcenter der Städteregion bereits den 2015 eröffneten Neubau im Quartier Nord in Aachen errichtet.

Es seien auch nur kleine Herrichtungsmaßnahmen nötig bevor das Jobcenter einziehen kann, vermeldet AMW. Um den Ansprüchen des neuen Mieters gerecht zu werden, müssen einige Wände neu hochgezogen werden, um mehr Einzelbüros zu schaffen, sowie einige Fluchttüren eingezogen werden. So weit es geht, soll jedoch der historische Charme des Amtsgerichts erhalten bleiben.

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