Stolberg - Umzug des BSC Büsbach: Aktive können langfristig bleiben

Umzug des BSC Büsbach: Aktive können langfristig bleiben

Von: Kolja Linden
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Anstoß in neuen Räumen: Der BSC-Vorsitzende Horst Sillius. Foto: Kolja Linden

Stolberg. Rund sechs Zentner bringt der Tisch auf die Waage, den die Männer des Billardclubs BSC Büsbach gerade verrücken. Damit das wertvolle Stück - und auch die Bandscheiben der Aktiven - keinen Schaden nehmen, haben sie eigens einen Hubwagen gekauft, ein vierrädriges, hydraulisches Gerät, mit dem sich der Tisch und seine etwa ein Mal zwei Meter große Spielfläche verschieben lassen.

Verschoben hat sich auch der Spielort für die zehn Aktiven des BSC. Rund 70 Jahre lang war der Verein in der Kneipe Unter den Linden an der Bischofstraße in Büsbach beheimatet, nun treten sie ein paar Meter den Hügel aufwärts an. Am alten Spielort aber habe man den Billardspielern gesagt, dass sie nicht mehr zu kommen bräuchten, sagt deren Vorsitzender Horst Sillius, der dem Verein schon mehr als ein Vierteljahrhundert vorsteht.

An dem Abend im November, als die Clubmitglieder nach Aussage ihres Vorsitzenden ziemlich konsterniert ihre alte Heimstätte verließen und irgendwo anders ein Bier trinken wollten, kam ihnen Angies Bistro gerade recht. Noch besser war aber das Angebot, das die Betreiberin ihnen ganz spontan machte: künftig im Saal des Bistros zu spielen, der durch eine Trennwand verkleinert werden kann. „Das haben wir gerne angenommen”, freut sich Horst Sillius. „Innerhalb von einer Stunde war die Nachfolge geregelt.”

Nun hoffen sie, langfristig in dem Bistro eine neue Heimat gefunden zu haben, denn der Umzug war ziemlich kostspielig für den kleinen Verein. Eine niederländische Spezialfirma hat den Tisch transportiert, der dem Club gehört und mit einer schweren Schieferplatte und einer Heizung für den Belag ausgestattet ist, der mit Temperaturen von rund 25 Grad gegen jede Feuchtigkeit geschützt werden muss. Auch eine spezielle Lampe, die heute angebracht wird, ist nötig, um einen regulären Meisterschaftsspielbetrieb zu gewährleisten.

Für die Zukunft jedenfalls macht Rolf Koch, Ehemann von Bistro-Betreiberin Angie und derzeitiger Eigentümer des Gebäudes, in dem sich das Bistro befindet, den Sportlern Hoffnung. Auch wenn derzeit die Zwangsversteigerung des Hauses betrieben werde, sei der Bistro-Betrieb davon in keinster Weise betroffen. Im Gegenteil: Das Bistro ist im Aufwind”, weiß Koch, und es wird wie gewohnt weitergehen. Gerade läuft die Karnevalssession, der Laden brummt. Und sogar schon für nächstes Jahr ist der Saal beinahe ausgebucht.

Karneval und die kleineren Arbeiten, die noch zu erledigen sind, bescheren auch den Billardspielern derzeit noch eine Reihe von Auswärtsspielen. Ab Mitte Februar können dann aber die Gegner aus dem Kreis Aachen auch zu Hause empfangen werden: am alten Tisch, aber in neuer Umgebung.

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50 Mitglieder hatte der BSC Büsbach in guten Zeiten, als mit vier Mannschaften im Spielbetrieb gespielt wurde. Heute sind es nur noch zehn Aktive. „Wir hoffen, dass durch unser neues Umfeld vielleicht auch der eine oder andere neue Spieler zu uns stößt”, sagt deshalb der Vorsitzende Horst Sillius. „Wer sich dafür interessiert, ist herzlich eingeladen.

Gespielt wird Carambolage, die älteste Form des Billards, die bereits im 17. Jahrhundert in Frankreich gespielt wurde. Ein Spiel mit drei Kugeln und ohne Taschen wie beim heute populäreren Poolbillard oder Snooker.

Auch Anfänger sind beim BSC willkommen. Material wird gestellt, und Horst Sillius, früher in der Bundesliga aktiv, erteilt gerne Trainerstunden. Mit seinen immerhin noch drei Teams ist der BSC nach Angaben seines Vorsitzenden auf Kreisebene führend.
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