Umfunktionierte Telefonzellen: Schmökern statt telefonieren

Von: pp
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Gestaltet wurde der Bücherschrank für Werth von Wieslawa Stachel in bunten Farben. Foto: Th. Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Stolberg/Nordeifel. Das Interesse unter den teilnehmenden Kommunen war groß. „Es wurde intensiv gerungen“, sagte Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer. Das Objekt der Begierde: Die fünf künstlerisch wertvollen Bücherschränke, die aus ehemaligen Telefonzellen der Telekom entstanden sind.

Freuen dürfen sich die Städte Stolberg, Heimbach, Monschau und Schleiden sowie die Gemeinde Kall, die alle einen Bücherschrank bei der Auslosung gewonnen haben. In der Kupferstadt wird Werth der Standort des zweiten Bücherschrankes; einer steht bereits in Venwegen.

Alle diese Kommunen können – und das war eine Bedingung – Paten vorweisen, die sich um die Bücherschränke kümmern, also um die Pflege und auch um den Bücherbestand. Im Jahr 2015 hatte der Verein Lit.Eifel insgesamt sieben dieser Telefonzellen erworben. Finanziert wurden sie mit Fördermitteln aus dem Leader-Projekt. Zwei Exemplare gingen an die Deutschsprachige Gemeinschaft im belgischen Eupen, die Partner von Lit.Eifel ist. Die restlichen fünf blieben in Deutschland.

Die Zelle, die nach Stolberg geht, hat Wieslawa Stachel gestaltet, die in Köln und bei Krakau lebt, und zwar mit statischen Motiven und kleinen Farbstrecken. „Der Bücherschrank wird in Werth aufgestellt“, sagte Petra Jansen von der Stadt.

Es sollen übrigens nicht die letzten Bücherschränke sein, die Lit.Eifel besorgt. „Wir können uns vorstellen, dass ein Reigen folgt, vielleicht zwei oder drei pro Jahr“, sagte Margareta Ritter, Monschauer Bürgermeisterin und Vorsitzende des Lit.Eifel-Vereins. Schließlich wolle man nicht nur zu hochwertigen Lesungen einladen, sondern auch die Lesebereitschaft im öffentlichen Raum sichtbar machen.

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