Umbau abgeschlossen: Neues Zeitalter in der Kita St. Barbara

Von: Milena Sous
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Bunte Luftballons als Symbol für die gelebte Vielfalt in der Kita St. Barbara. Die Kinder ließen sie bei der offiziellen Einweihung der um- und ausgebauten Einrichtung in Breinig steigen. Foto: M. Sous

Stolberg. Nach fast zwei Jahren Umbau und Erweiterung mit wechselnden Baustellen ist die rundum erneuerte Katholische Integrative Kindertagesstätte St. Barbara in Breinig jetzt im Rahmen eines Tags der offenen Tür vorgestellt worden. „Es war wirklich faszinierend zu sehen, wie hier alles von Tag zu Tag schöner geworden ist. Aber jetzt sind wir wirklich froh, dass das ein Ende hat“, meinte Kita-Leiterin Marita Brügge.

Zahlreiche Gäste waren ihrer Einladung gefolgt. Der Breiniger Pastor Ulrich Lühring machte nach Brügges einleitenden Worten den Anfang und weihte die Kita ein. Lühring machte auch vor dem Stolberger Bürgermeister nicht Halt, so dass letztlich nicht nur der Boden, sondern auch Ferdi Gatzweiler eine ordentliche Ladung Weihwasser abbekam. „Wenn man als Erwachsener diesen Kindergarten hier sieht, möchte man gerne selbst wieder Kind sein“, erklärte der Pastor.

Besonders der frisch eingerichtete Snoezel-Raum hinterließ bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck. An dem Tag der offenen Tür stand das Erleben mit allen Sinnen im Vordergrund, deshalb gab es unter anderem einen Klangbaum, der die auditive Wahrnehmung schulen soll, sowie ein eigenes Farblabor, das von der Aachener Künstlerin Uschi Kütz entwickelt wurde und auf eine Stärkung der visuellen Aufmerksamkeit abzielt. „Es erdet einen, wenn man sich anschauen kann, wohin genau Fördergelder gehen“, meinte Bernd Neuendorf. Und: „Es ist sehr schön zu sehen, wie gut das Geld hier in Breinig angelegt ist“, so der Staatssekretär im NRW-Familienministerium.

Das Besondere an dem Umbau der Kita St. Barbara war, dass er komplett im laufenden Betrieb stattfinden musste. „Bewundernswert ist einfach, mit welch einer Gelassenheit die Kinder den durch die Baumaßnahmen verursachten Geräusche hingenommen haben“, erzählte Marita Brügge. „Interessant zu sehen war auch, dass bei vielen neue Berufswünsche geweckt wurden, wie etwa beim Anblick des Mannes, der in dem großen Bagger saß.“

Jetzt folgt das Außengelände

Integration und Inklusion sind zwei Schlüsselbegriffe, die natürlich auch bei den Kitas eine große Rolle spielen. „Wir wollen niemals sagen: Wir können uns Inklusion nicht leisten, weil das Geld fehlt“, sagte Ferdi Gatzweiler mahnend. „Hier müssen wir alle zusammenarbeiten. Und besonders die Tatsache, dass es in Stolberg keine Konkurrenz zwischen den Einrichtungen gibt, zeichnet uns als Stadt aus.“

Marita Brügge erklärte jedoch einschränkend, dass es in ihrer Anfangszeit als Erzieherin keine Diskussionen über Inklusion gegeben habe. „Man hat es in der Kita einfach gemacht.“ Einen krönenden Abschluss der offiziellen Einweihung stellte ein Meer aus bunten Luftballons dar, das die Kinder auf der Außenfläche gen Himmel steigen ließen. Die jeweilige Farbe stand für die einzelnen Gruppen der Kita, die nun anstelle von Nummerierungen nach Farbtönen unterschieden werden – eine zusätzliche Neuerung.

Mit der Einweihung des Gebäudes wurde gleichzeitig auch ein neues Projekt eingeleitet: die Modernisierung des Außengeländes.

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