Stolberg-Münsterbusch - Übung: Wenn ein Flugzeug in Stolberg abstürzt

Übung: Wenn ein Flugzeug in Stolberg abstürzt

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Nur eine Übung und trotzdem voll bei der Sache: Die THW-Helfer simulierten zum Jahresabschluss den Ernstfall. Sie rückten zu einem fiktiven Flagzeugabsturz aus. Foto: Wolfgang Geicht

Stolberg-Münsterbusch. Zum Jahresabschluss wurden die THW-Helfer der 1. und Teile der 2. Bergungsgruppe alarmiert, um eine Einsatzübung an ihrer Übungsanlage auf dem Truppenübungsplatz Buschmühle durchzuführen. Während des ganzen Tages hatten die beiden Gruppenführer Christian Kräuter und Peter Boell, unterstützt durch den Zugführer Thomas Pyritz, das Übungsszenario vorbereitet.

Ausgangslage war ein durch einen Flugzeugabsturz in einem Wohngebiet entstandener fiktiver Großbrand in Münsterbusch, durch den mindestens sechs Personen vermisst waren. Die Zufahrt war durch große Baumstämme versperrt, die zersägt und beseitigt werden mussten. Die winterliche Dunkelheit mit niedrigen Temperaturen, die durch andauernden Regen extrem schlammigen und aufgeweichten Wege und ein durch Sturmböen zufällig auf die einzige Zufahrtsstraße gestürzter Baum erschwerten die Arbeit. Drei sorgfältig als Unfallopfer geschminkte Verletzte waren trotz der kühlen Witterung im Gelände und in einem Trümmerhaus versteckt worden. Sie mussten zunächst geortet werden und waren nur unter großem materiellen und personellen Aufwand zu retten.

Auf der Bergkuppe aufgestellte rote Halogenscheinwerfer, verbunden mit einer Nebelmaschine, simulierten den Großbrand. Der Zugführer war mit seinem Einsatzleitwagen vor Ort und übernahm mittels des neuen Digitalfunks, mit dem inzwischen alle Gruppen und Fahrzeuge des THW im Geschäftsführerbereich Aachen ausgestattet sind, die Übungsleitung. Unter den kritischen Augen des Ortsbeauftragten Wolfgang Geicht arbeiteten die Helfer unter Hochdruck bei sehr realitätsnahen Bedingungen, bis gegen 22 Uhr die Übung beendet wurde. Eingesetzt wurden ein geländegängiger Gerätekraftwagen mit speziellen Bergungsgeräten wie Motorsägen, Stromerzeuger und Pumpen sowie einer Motorseilwinde. Bei der anschließenden Übungsbesprechung sprachen die Beteiligten über Probleme und Unsicherheiten – ein wichtiges Übungsziel. Denn: „Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.“ Mit heißem Kakao und einer kräftigen Ochsenschwanzsuppe klang der anstrengende Abend in der Unterkunft aus.

Interessenten an der Mitarbeit im Technischen Hilfswerk können sich während der Dienststunden jeden Montag ab 19 Uhr in der Unterkunft des THW Stolberg in der Oststraße 63 informieren.

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