Stolberg-Breinig - Übergriff im Kindergarten: Polizei ermittelt gegen Praktikanten

Übergriff im Kindergarten: Polizei ermittelt gegen Praktikanten

Von: gro
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Stolberg-Breinig. Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt die Polizei gegen einen 20-jährigen Stolberger.

Er soll ein fünfjähriges Mädchen in der städtischen Kindertagesstätte Corneliastraße in Breinig unsittlich berührt haben.

Wie Polizeisprecher Paul Kemen am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, hat sich der Vorfall Anfang Februar ereignet und wurde von den Eltern zur Anzeige gebracht. Der Berufsschüler, der in der Kindertagesstätte ein dreiwöchiges Praktikum absolvierte, wurde sofort der Einrichtung verwiesen. Seitdem laufen die Ermittlungen.

„Es gibt keinerlei Hinweise auf weitere Übergriffe. Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt”, erklärte Kemen. Bei der Bewertung der Lage stützt sich die Polizei auch auf ein Bewegungsprofil, das das Stolberger Jugendamt mit Hilfe der Kita-Leitung erstellt hat. „Weitere Übergriffe können demnach nahezu ausgeschlossen werden”, betonte der städtische Fachbereichsleiter Willi Seyffarth auf Anfrage. Insgesamt habe sich der Praktikant viereinhalb Tage in der zweigruppigen Kindertagesstätte aufgehalten.

Die auch gegenüber unserer Zeitung von Eltern geäußerte Kritik, die Stadt habe zu zögerlich reagiert, weist Seyffarth zurück. „Wir haben zunächst viele Gespräche geführt, um den Sachverhalt zu klären. Alleine aus diesem Grund hat der außerordentliche Elternabend erst zwei Wochen nach dem Vorfall stattgefunden.”

Überlegungen, das Bewerbungsverfahren für Praktikumsstellen zu verändern, hat die Verwaltung zwischenzeitlich verworfen. „Wir können bei einem Drei-Wochen-Praktikum nicht von jedem Bewerber oder jeder Bewerberin ein polizeiliches Führungszeugnis anfordern. Und bei Kandidaten, die unter 18 Jahre alt sind, gibt es ein solches Zeugnis ohnehin nicht”, so Willi Seyffarth, der ergänzend ankündigt: „Wir werden auch in Zukunft auf das persönliche Gespräch setzen.”

Diese Entscheidung wird von Ferdi Gatzweiler ausdrücklich unterstützt. Der Bürgermeister stellt zudem fest: „Das Jugendamt und die Kollegen in der Einrichtung sind sehr professionell mit diesem sensiblen Thema und dieser schwierigen Situation umgegangen.”
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