Überfall: Pfarrer in Mausbach gefesselt und ausgeraubt

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
norbert bolz
Wurde Opfer eines Raubüberfalls: der Mausbacher Pfarrer Norbert Bolz. Archivfoto: Dirk Müller

Stolberg-Mausbach. „Man kennt es nur aus dem Fernsehen und plötzlich ist man selbst ein Opfer“, sinniert am Vormittag ein gefasst wirkender Norbert Bolz. Wenige Stunden zuvor sind der Mausbacher Pfarrer und seine 89-jährige Mutter Opfer eines dreisten Raubüberfalls geworden.

„Wir sind froh, dass wir da unbeschadet herausgekommen sind“, sagt der katholische Geistliche. „Wir haben Glück gehabt“.

Während der 63-jährige gegen 4.30 Uhr am frühen Donnerstag friedlich schlief, bohrten die Täter ein Fenster am Pfarrhaus an der Gressenicher Straße auf, um ins Innere zu gelangen. Drei Maskierte bedrohten den Pastor und zerrten ihn aus dem Bett. Sie sperrten den Seelsorger mit seiner Mutter in ein Zimmer und fesselten ihn dort an einen Stuhl.

Danach suchte das Trio alle Räumlichkeiten nach Wertgegenständen ab. „Viel beschädigt wurde nicht“, erklärt Bolz, „aber alles war aus Schränken und Schubladen auf den Boden gerissen.“ Nach Polizeiangaben erbeuteten die Täter Bargeld, Schmuck und Debitkarten, bevor sie sich aus dem Staub machten.

Mittlerweile hatte Pastor Bolz seine Fesseln soweit lösen können, dass er sich gegen 5.30 Uhr befreien konnte um mittels des Alarmknopfes des DRK Hilfe herbei zu holen. „Wir haben Gott sei dank alles unverletzt überstanden“, beteuert Bolz. Wie sich die Tat der Nacht nachwirkt, bleibt abzuwarten. Nachdem die Spurensicherung der Polizei ihre Arbeit getan hatte, musste erst einmal aufgeräumt werden.

Die Polizei fahndet nach drei Tatverdächtigen, die Sturmhauben trugen und circa 1,70 bis 1,80 Meter groß sind; sie waren dunkel gekleidet und sprachen mit ausländischem Akzent. Ein Täter hatte einen hellen Schuh mit einem rot/schwarzen Streifen.

Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Gressenicher Straße nimmt die Kripo in Stolberg unter Telefon 9577-33201 oder -34210 (außerhalb der Geschäftszeiten) entgegen.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hatte es geheißen, die Täter hätten mit osteuropäischem Akzent gesprochen. Nach polizeilichen Vernehmungen der Zeugen im Laufe des Tages hat sich dieser Hinweis nicht mit Sicherheit erhärten können.
 

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