Überfällige „Generalüberholung” für Büsbacher Schule

Von: Robert Flader
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Altehrwürdig und sanierungsbe
Altehrwürdig und sanierungsbedürftig: An der Grundschule Bischofsstraße wurde sicherheitstechnisch nachgebessert. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Wenn man es gut meint, könnte man behaupten, dass die Gebäudeteile der Katholischen Grundschule Büsbach an der Bischofstraße altehrwürdig sind, einen gewissen Charme versprühen und deshalb altersbedingt natürlich auch den ein oder anderen Makel aufweisen (dürfen).

Alles schön und gut, wenn denn da nicht die Sache mit der Mängelliste wäre, die die Bezirksregierung Köln der Stadt vor ein paar Monaten zukommen ließ und mehr oder weniger zum Handeln zwang.

Toiletten, Mobiliar, Fluchtwege

Das mit der Mängelliste jedenfalls, die auf Verwaltungsseite nur ungern so genannt wird, das kam so: Der Förderverein und die Schulpflegschaft wandten sich Ende Juni an die Stadt und wiesen auf kleinere und größere Mängel an der Bischofstraße hin: nicht getrennte und zudem sanierungsbedürftige Lehrer- sowie nur über den Schulhof erreichbare Schülertoiletten, stark veraltetes Mobiliar in den Klassenräumen, fehlende Flucht- und Rettungswegepläne und eine marode Turnhalle. „Um die Ausstattung der Schule war es nicht zum Besten bestellt”, sagt Klaus F. Kratz, Vorsitzender des schulischen Fördervereins.

Die einzelnen Gebäudeteile, entstanden in den Jahren 1870, 1920 und 1925, hätten sich bis vor wenigen Wochen in einem „teilweise sanierungsbedürftigen Zustand” befunden, geht aus der „QA”, der Qualitätsanalyse NRW, die schließlich von der Bezirksregierung und der Stadt Stolberg in Auftrag gegeben wurde, hervor.

An deren Ende stand eine fast schon überfällige „Generalüberholung”: Die Klassenräume wurden nummeriert, die Turnhalle neu gestrichen, Putzschäden beseitigt, der Prallschutz und die Außentür der Halle erneuert. Ebenso sind bei der jüngsten Ratssitzung Ende August für die Möblierung der Klassenräume 2900 Euro bereitgestellt worden. Zusätzlich sind die Ausstellungsvitrinen und Schränke auf den Schulfluren mit einer Sicherheitsverglasung versehen sowie zwei Rettungstreppen auf dem inneren Schulhof modifiziert worden.

Was jetzt noch fehlt, ist ein Flucht- und Rettungswegeplan, der in der Schule aushängt. „Bis spätestens Ende des Jahres ist das erledigt”, erklärt Fachbereichsleiter Bernd Kistermann. Eine Amokalarmierung sei vorhanden, eine zentrale Beschallungsanlage gesetzlich allerdings nicht zwingend vorgesehen, kontert Willi Seyffarth, Fachbereichsleiter für Kinder, Jugend und Soziales, einen entsprechenden Hinweis der Bezirksregierung.

Um die Grundschule wird es auch in der kommenden Woche (19. September, 18 Uhr) im Beschwerdeausschuss gehen, „wir werden unseren Antrag zur Weiterleitung an die zuständigen Fachausschüsse aufrechterhalten”, kündigt Klaus F. Kratz an. „Mit ein bisschen Kosmetik hier und da ist es nicht getan. Ein ganz neues Konzept, vor allem für die Turnhalle, muss her.”

Dass dies auch kommen wird, darauf weist Fachbereichsleiter Kistermann hin: „Was wir in der Halle noch machen, ist lediglich die Ausbesserung des Ist-Zustandes.” In den kommenden Wochen zähle allerdings erst einmal und ausschließlich die Fertigstellung der neuen Gesamtschule, so Kistermann. „Danach kümmern wir uns dann um die anderen Baustellen.”
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