Überbelegung in kirchlichen Kitas soll Ausnahme bleiben

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Die Nachfrage für die drei Kindertagesstätten des Kirchengemeindeverbandes (KGV) Stolberg-Süd ist groß. Auch nach der Erweiterung der Kita St. Barbara um eine Gruppe und 18 Plätze reicht das Angebot in der Summe wohl nicht aus.

„Wir werden viele Ablehnungen aussprechen müssen“, hatte Nicole Weiden-Luffy im Vorfeld der Sitzung des Jugendhilfeausschusses gegenüber unserer Zeitung mit Sorge festgestellt. Zumindest ein bisschen entspannter kann die Vorsitzende des KGV-Ausschusses für Kindertagesstätten nun in die Zukunft blicken. Denn auf Basis einer von der Verwaltung kurzfristig erarbeiteten Vorlage hat die Politik am Abend entschieden, dass in der Kita St. Hubertus Büsbach für das Kindergartenjahr 2014/15 fünf sowie in Breinig zwei zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt werden dürfen.

Die Zustimmung gilt auch für die Übernahme des dazu gehörenden Trägeranteils von 5278 Euro durch die Stadt Stolberg. Der Beschluss ist allerdings mit einer deutlichen Einschränkung versehen: Die Überbelegung müsse ein Einzel- und somit Ausnahmefall bleiben, unterstrich Willi Seyffarth in der Vorlage. „In Zukunft müssen eventuelle Überbelegungen im Vorfeld im jeweiligen Sozialraum unter Berücksichtigung der vorhandenen Gruppenstrukturen abgestimmt werden“, so der zuständige Fachbereichsleiter.

Dabei gelte es in erster Linie, Überbelegungen grundsätzlich zu vermeiden. Und sollte dies nicht möglich sein, müssten die zusätzlichen Plätze gleichmäßig auf mehrere Einrichtungen verteilt werden. Den Ausführungen war eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Verlauf der Planungen und Absprachen zu entnehmen.

Denn nach Darstellung der Verwaltung habe es bei dem Sozialraumtreffen der Kita-Leitungen Anfang Januar den Konsens gegeben, dass unvermeidbare Absagen an Eltern mit der Benennung von noch freien Plätzen im Sozialraum verbunden sein sollten – und mit dem Verweis auf das Jugendamt, das bei der Vermittlung seine Hilfe anbietet. „Bis heute haben sich aber keine Eltern mit der Bitte um Vermittlung eines Kita-Platzes gemeldet, so dass eigentlich davon ausgegangen werden musste, dass ein bedarfsgerechtes Angebot vorgehalten wird“, so Seyffarth.

Dass die Verwaltung sich am Donnerstag trotzdem für die Überbelegungen und die Kostenübernahme ausgesprochen hat, begründete der Fachbereichsleiter so: „Wir wollen Nachteile für die betroffenen Eltern vermeiden.“ Dieser Empfehlung schloss sich der Ausschuss einstimmig an.

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