Stolberg - U2-Betreuung hat lange Tradition

U2-Betreuung hat lange Tradition

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Stolberg. Der Sozialdienst katholischer Frauen in Stolberg feiert im Sommer sein 100-jähriges Bestehen und kann zu diesem Anlass auf eine lange Geschichte zurückblicken. „Das gilt nicht nur für die Tradition, sich für die Rechte von Frauen, Kindern, Jugendlichen und Bedürftigen einzusetzen, sondern auch für die U2-Betreuung, die es in unseren beiden Stolberger Kindertagesstätten bereits seit Jahrzehnten gibt“, betont Margit Schmitt.

„Bereits seit 1972 stellt sich die Tagesstätte für spanische Kinder und seit 21 Jahren die Kindertagesstätte Zwergenburg dieser besonderen Aufgabe“, so die SkF-Geschäftsführerin mit Blick auf die Betreuung von unter Dreijährigen, auf die es ab 1. August bundesweit einen Rechtsanspruch geben wird.

Mit dem gesetzlich bedingten Wegfall der Hortkinder im Jahre 2008 erweiterte die spanische Tagesstätte ihr Platzangebot für Kinder unter drei Jahren auf 16 Plätze. Im Jahr 2009 nutzte der katholische Träger die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel für den weiteren U3-Ausbau in der Zwergenburg. „Der Aufbau einer neuen dritten Gruppe während des laufenden Betriebs hat uns vor große Herausforderungen gestellt“, so Schmitt.

In den beiden SkF-Einrichtungen, die zwischenzeitlich als Familienzentrum im Verbund zertifiziert worden sind, werden derzeit insgesamt 36 U3-Kinder betreut, davon zehn unter zwei Jahren. „Betreut werden diese Kinder jedoch nicht in altershomogenen Gruppen, sondern gemeinsam mit Kindern ab drei Jahren“, verweist die Geschäftsführerin auf das Konzept des Sozialverbandes. Die altersgemischte Betreuung biete den Kindern aller Altersstufen vielfältige Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. „Gerade im sozial-emotionalen Bereich hat sich dieses Modell im Laufe der Jahrzehnte bewährt. Die Kinder lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen, einander zu unterstützen, mit Achtung und Wertschätzung miteinander umzugehen.“ Um dennoch die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Altersstufen optimal berücksichtigen zu können, bieten beide Kitas laut Schmitt Arbeits- bzw. Interessengruppen an.

Sport in Gutenbergschule

Bewährt hat sich auch die mittlerweile fast anderthalbjährige Kooperation der „Zwergenburg“ mit der Gutenbergschule. Jeden Donnerstag machen sich zwei Erzieherinnen mit den größeren Kindern auf den Weg in die benachbarte Fördereinrichtung, um dort die Turnhalle für ein 90-minütiges Sportprogramm zu nutzen. „Zwar verfügt die Zwergenburg über einen eigenen und gut ausgestatteten Mehrzweckraum. Aber die Schulturnhalle bietet den Kindern eine ganz andere räumliche Dimension zur Entfaltung ihres Bewegungsdrangs“, weiß Claudia Breuer. „Bewegung ist ein Grundbedürfnis der Kinder, das leider in den letzten Jahren immer mehr unterdrückt worden ist“, erklärt die Kita-Leiterin. Schuld daran seien vor allem mangelnde Bewegungsmöglichkeiten in der Freizeit. „Und dem versuchen wir entgegenzuwirken.“

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