TV-Show „Wild Island“: Stolberger auf einsamer Insel ausgesetzt

Von: oha
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Etwas Essbares aus dem Meer zu fischen, war eine der vielen Aufgaben, die es beim Überlebenstraining auf der einsamen Insel zu erfüllen gab. Maximilian Möhring schlug sich wacker. Foto: ProSieben
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Wie macht man ohne Streichhölzer ein Feuer? Die 14 Männer und Frauen, darunter Maximilan Möhring (4.v.r.), auf der Insel fanden es heraus.

Stolberg. Sie sind ausgesetzt auf einer einsamen Insel im Pazifik. Vierzehn Menschen sind auf dem Eiland Gibraléon bei Panama vier Wochen auf sich alleine gestellt. Ohne Handy, Feuerzeug oder andere Errungenschaften der Zivilisation. Es geht nur noch darum, zu überleben.

Wasser oder etwas Essbares zu finden, einen sicheren Schlafplatz für die Nacht. Rund um die Uhr filmen sich die 14 Frauen und Männer bei ihrem Überlebenskampf gegenseitig. Einer von ihnen ist Maximilian Möhring aus Stolberg.

Ab kommenden Montag wird der 24-Jährige jeden Abend im Rahmen der Survival-Show „Wild Island“ im Fernsehen bei ProSieben zu sehen sein. Im Ankündigungs-Spot für die vierwöchige Serie wird gekreischt, geweint und geblutet. Und es gibt wilde Tiere zu sehen.

„Es gibt 24 essbare Arten auf der Insel, du bist eine davon“, heißt es auf der Internetseite der Show. Daneben sieht man einen Alligator, lauernd im Wasser. In Wild Island wollen die Teilnehmer auf der Insel, kleiner als Helgoland, vier Wochen im Paradies leben. Statt im geliebten Bett schlafen sie jedoch am Strand mit Sandmücken und Krabben. Der Supermarkt ist der Dschungel: Dort können sie jagen, Früchte ernten und Wasser suchen. Wie mache ich trotz tropischer Luftfeuchtigkeit ein Feuer? Wie häute ich einen Kaiman? Wie schütze ich mich vor Regen und Sonne. Wie bereite ich eine Schlange auf dem offenen Feuer zu?

Das Leben auf der Insel ist nicht einfach. Es geht nicht darum, einen Sieger zu küren. Die einzige Aufgabe der Abenteuerer: Sie filmen sich komplett selbst. 24 Stunden lang, vier Wochen. Das TV-Format hat in England und den USA bereits seine Fans gefunden. In Deutschland flimmert es erstmals über den Bildschirm.

Maximilian Möhring studiert Theologie und Pädagogik in Köln und strebt den Master-Abschluss an. Der Stolberger ist Mitglied der Piratenpartei und Geschäftsführer des Zusammenschlusses aus Piraten und Unabhängigen freien Wählern (UfW) zu einer Gruppe im Städteregionstag Aachen. Als das Bündnis, vor dem Wechsel von Udo Rüttgers zur CDU, noch Fraktionsstatus hatte, war er auch Fraktionsgeschäftsführer. Im Gegensatz zu anderen TV-Formaten wird Wild Island nicht live gesendet.

Der vierwöchige Wildnisaufenthalt der Beteiligten wurde im Sommer aufgezeichnet und soll jetzt erst gesendet werden. So viel kann man deshalb schon verraten: Maximilian Möhring ist unversehrt von der einsamen Insel in seine Heimatstadt Stolberg und zu seinem Halbtagsjob im Städteregionshaus zurückgekehrt. „Er hatte vorher nachgefragt, ob er da mitmachen könnte. Ich habe ihm dazu geraten“, sagt Hans-Jürgen Fink, 1. Vorsitzender der UfW und der Stolberger UWG. „Die Erfahrung sollte man unbedingt einmal machen und den Spaß erleben“, betont Fink, der selbst auch schon einmal als Kandidat bei einer Show von HaPe Kerkeling im Fernsehen zu sehen war.

Auch der Piratenvorsitzende auf Städteregionsebene, Bertram Eckert, ließ den jungen Mann Richtung Panama ziehen: „Der Junge ist eben sehr abenteuerlustig“, weiß Eckert. Inzwischen sei Möhring wieder für die Piraten-UfW-Gruppe im Städteregionshaus, in Raum 180, anzutreffen. Eckert bewertet die Sendung auf ProSieben: „Was wir jetzt täglich abends zu sehen bekommen, ist praktisch ein gesplitterter Dokumentarfilm.“

Beim Casting für die Überlebensshow wurde Maximilian Möhring gefragt: „Warum machst du bei Wild Island - das pure Überleben mit?“ Seine Antwort: „Es gibt grundsätzlich kaum die Möglichkeit, in der heutigen Zeit eine unbewohnte Insel oder einen menschenleeren Ort zu finden, der einem die Herausforderung der Natur und die persönliche Auseinandersetzung damit so nahe bringt, wie bei Wild Island.“

Was ist das Besondere an der Sendung? Möhring: „14 Menschen tragen vor eigener Kamera einen echten Überlebenskampf aus. Es werden keine Konflikte oder Handlungen bewusst erzeugt.“

Wie man sich auf eine derartige Herausforderung vorbereitet, war Maximilan Möhring klar. Er hat vor Drehbeginn diverse Überlebenstechniken recherchiert. „Außerdem habe ich mir Gedanken über notwendige gruppendynamische Handlungen gemacht, um von Anfang an eine gewisse Struktur und Kultur anregen zu können.“

Und was hat er vier Wochen lang auf der Insel vermisst? Da ist sich Möhring sicher: „Ich habe einen starken Bezug zu Technik und Elektrizität. Das alles gab es nicht. Das hat mir die Zeit auf Wild Island schon erschwert.“

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