TSV Donnerberg ganz nah am Titelgewinn

Von: Lukas Franzen
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Trotz einer zwischenzeitlichen
Trotz einer zwischenzeitlichen 2:3-Niederlage gegen den Ausrichter FC Stolberg sicherte sich der SV Breinig am Ende erneut den Titel des Hallenfußball-Stadtmeisters. Foto: L. Franzen

Stolberg. Wenn fünf Fußballer pro Mannschaft auf engstem Raum versuchen, das Runde ins Eckige zu bugsieren, und jedes Team dafür nur 15 Minuten Zeit hat, dann handelt es sich in der Regel um ein Hallenfußballspiel.

Wenn sich zu diesem Ereignis dann noch zahlreiche Zuschauer gesellen und sich einmal im Jahr die gesamte Bandbreite an Stolberger Vereinen - von der Kreisliga C bis zur Landesliga - zum traditionellen Budenzauber versammelt, dann handelt es sich dabei um die Stolberger Hallenstadtmeisterschaft.

Aufgrund der hohen „Derby-Dichte” und als willkommene Abwechslung in der langen Winterpause bei Fans wie Spielern gleichermaßen beliebt, avancierte auch die 24. Ausgabe der Stolberger Titelkämpfe um den Sparkassen-Pokal in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums zum absoluten Publikumsmagneten. Mehr denn je lässt sich dabei rückblickend die alte DFB-Pokal Weisheit - „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze” - auch auf die kleine Stolberger Fußballbühne übertragen. Denn obwohl der Sieger am Ende zum dritten Mal in Folge SV Breinig hieß, waren es die vermeintlich „Kleinen”, die den „Großen” das Leben schwer machten und für mächtig Furore in der Endrunde des Traditionsturniers sorgten.

So waren es die Kicker des C-Ligisten TSV Donnerberg, die zunächst souverän und ohne Punktverlust die Vorrunde überstanden, ehe sie ihren Siegeszug mit der ersten Finalteilnahme der Vereinsgeschichte krönten. Das Team der beiden Spielertrainer Daniel Hoven und Thorsten Hansen knüpfte in der Gruppenphase der Endrunde an die starke Leistung der Vorwoche an und schaffte als Zweiter vor den beiden B-Ligisten Adler Büsbach und SC Münsterbusch neben Columbia Stolberg den Einzug ins Halbfinale.

Doch wer nun mit dem jähen Ende des Donnerberger Höhenflugs gerechnet hatte, der wurde von den „Schwarz-Weißen” im Halbfinale erneut eines Besseren belehrt. Mit einer Galavorstellung fertigten sie den Landesligisten VfL Vichttal, der eine böse Überraschung erlebte, mit 7:2 ab und avancierte damit endgültig zum Überflieger des Turniers. Bereits nach vier Minuten hatte der Tabellenführer der Kreisliga C 5 mit drei Toren gegen den haushohen Favoriten geführt und die Zuschauer damit ins Staunen versetzt.

Zittern um den Halbfinaleinzug

Doch nicht nur die Spieler des VfL Vichttal, die später auch das Spiel um Platz 3 gegen A-Ligist und die zweite Überraschungsmannschaft Columbia Stolberg mit 2:4 verloren, hatten gegen die vermeintlichen Außenseiter das Nachsehen. Auch der zweite Landesligist und spätere Turniersieger SV Breinig kassierte gegen Gastgeber FC Stolberg eine empfindliche 2:3-Niederlage in der so genannten „Todesgruppe 2” und musste bis zum Schluss um den Halbfinaleinzug zittern. Mit einem ebenfalls knappen 3:2-Sieg in der Vorschlussrunde sicherte sich der „SVB” dann doch den erneuten Finaleinzug.

In einem hart umkämpften und emotionalen Finale erzielte Norman Somantri bereits früh den ersten und einzigen Treffer des Spiels, der dem SV Breinig den dritten Meistertitel auf Stolberger Hallenparkett in Folge sicherte, während auf Seiten der Donnerberger „Underdogs” zu viele Chancen ungenutzt blieben. Kein Glück vor dem Tor hatte im Endspiel auch Spielertrainer Daniel Hoven, der nach dem Turnier mit zehn Treffern als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Zum besten Torwart wurde Thorsten Bilhardt von Columbia Stolberg gewählt.

„Es wäre noch mehr drin gewesen”, zeigte sich Hoven kurz nach dem Endspiel enttäuscht über die knappe Niederlage gegen die Breiniger Titelverteidiger. Doch natürlich sei man auch „unglaublich stolz” auf die Leistung der Mannschaft, lobte Trainerkollege Thorsten Hansen die außergewöhnlichen Auftritte der Überraschungsmannschaft.

Zufriedene Gesichter bei der Turnierleitung

„Unsere Bilanz fällt sehr positiv aus”, war Turnierleiter Rudolf Rheinstädtler Junior am Ende des Turniers zufrieden. Und sein Kollege Markus Stühlen ergänzte: „Neben den vielen Zuschauern haben wir uns vor allem über die sehr fairen Spiele gefreut, obwohl es gerade in den Finalbegegnungen äußerst spannend zuging.”

Zufrieden zeigten sich die beiden auch mit dem Abschneiden des eigenen Vereins: „Der FC Stolberg gut abgeschnitten trotz der Hammergruppe in der Endspielrunde. Absolutes Highlight war natürlich der Sieg gegen SV Breinig”, waren sich die Turnierleiter einig.
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