Stolberg-Vicht - Trotz ausstehendem Verkauf: Vichter Kunsthof bleibt vorerst Kulturstätte

Trotz ausstehendem Verkauf: Vichter Kunsthof bleibt vorerst Kulturstätte

Von: Kolja Linden
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Angelika Kühnen will ihren Kunsthof Vicht weiter verkaufen. Für 2010 sind aber schon alle Ausstellungen dort geplant. Foto: (eis)

Stolberg-Vicht. Der Europäische Kunsthof Vicht bleibt zunächst, was er ist: eine Oase für Künstler zum Arbeiten und Ausstellen. Zwar ist die Galeristin und alleinige Eigentümerin Angelika Kühnen immer noch an einem Verkauf des 2426 Quadratmeter großen Grundstücks mit 1212 Quadratmetern Wohnfläche interessiert, im Internet wird die historische Hofanlage von 1885 jedoch nicht mehr angeboten.

„Wir hatten das herausgenommen, weil ein ernsthafter Kaufinteressent da war”, sagte Kühnen am Dienstag auf Anfrage. Zwar platzte der Deal, doch der Kunsthof landete nicht wieder im Internet.

Von der Aachener Maklerin, die mit dem Verkauf betraut war, hat sich Kühnen mittlerweile auch getrennt. Weil so viel Herzblut in dem Objekt stecke, werde sie versuchen, den Kunsthof selbst zu verkaufen, sagt die Künstlerin, aber eilig habe sie es damit nicht. Die Ausstellungen für das gerade begonnene Jahr sind bereits vollständig geplant - in den bewährten Räumen.

„Der Betrieb soll komplett hier in Vicht stattfinden”, sagt Kühnen, „allerdings habe ich bei allen Künstlern die Option, im Falle eines Umzugs die Ausstellung in den neuen Räumen zu zeigen.” Ob sie diese Option auch ziehen wird, ist allerdings fraglich, denn im Moment sei sie nach eigener Aussage gar nicht auf der Suche nach einem neuen Objekt, auch wenn sie den Markt im Auge behält. „Es gibt überall in Stolberg schöne Sachen, die immer wieder auf den Markt kommen. Ich bin sicher, dass ich im richtigen Moment das Richtige finde.”

„Umfangreicher Kunstbetrieb”

Das Richtige, das soll vor allem etwas kleiner sein. „Ich schaffe das hier von der Größe nicht mehr, das ist ein sehr umfangreicher Kunstbetrieb.” Einen hohen Bekanntheitsgrad habe sie sich mittlerweile verschafft, ihr Einzugsgebiet gehe bis München. Mit ihrem Ex-Mann Bernd Groten, der mittlerweile überwiegend auf Mallorca lebt, hatte sie die Hofanlage 1998 gekauft, „mittlerweile habe ich alle Aufgaben alleine übernommen”.

Für den Kunsthof hofft sie, nicht nur einen potenten, sondern auch den richtigen Käufer zu finden. „Ich will wissen, was mit diesem Objekt passiert. Wer etwas in dieser Größenordnung übernimmt, der braucht einen Plan, was er damit macht”, sagt sie. „Ich würde mich freuen, wenn es in gute Hände kommt.”
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