Trompetenbläser Donnerberg blicken auf bewegte Geschichte zurück

Von: Dirk Müller
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Ob als Marching-Band bei diversen Stolberger Karnevalszügen oder in Sälen und auf Plätzen bei zahlreichen Gelegenheiten: Die Trompetenbläser Donnerberg sind seit einem halben Jahrhundert eine feste wie klangvolle Größe in der Musikszene der Kupferstadt. Foto: D. Müller

Stolberg. Sie sind aus der Musikszene der Kupferstadt längst nicht mehr wegzudenken, und im Karneval haben sie Hochsaison. Besonders in dieser Session, in der sie die Stolberger Tollität Holli I. samt Hofstaat und Prinzengarde der Ersten Großen in die Säle spielen.

Die Trompetenbläser Donnerberg sind eine feste Größe in Stolberg, und sie blicken auf eine 50-jährige Geschichte zurück. Die Ursprünge der Musikformation gehen auf das Jahr 1966 zurück, in dessen Frühjahr einige aktive Mitglieder der Donnerberger Karnevalsgesellschaft De Wenkbülle beschlossen, ein Jugendfanfarencorps zu gründen.

Weitere Trommeln angeschafft

Matthias Fuchs, Josef Meyer, Hans Wenn, Ludwig Hohlweck und Heinz Pischulla waren die Männer der ersten Stunde und damit die Gründungsväter der Trompetenbläser Donnerberg, wie wir sie heute kennen. Im selben Jahr begleiteten zunächst zwei Jugendliche des Wenkbülle-Nachwuchses die Ein- und Ausmärsche der KG auf Trommeln.

Das Interesse bei der Jugendgarde der Gesellschaft war geweckt, weitere Trommeln und Fanfaren wurden angeschafft. 1967 übernahm Josef Crouhsen die Leitung des Corps, und Anfang 1968 war das Ensemble auf 13 Musiker angewachsen.

Zum fünfjährigen Bestehen zählte die Formation bereits stolze 37 aktive Mitglieder, in der Folgezeit erhöhte sich die Anzahl auf 50, und das Instrumentarium wurde kontinuierlich erweitert, erste Trompeten angeschafft. Im Frühjahr 1976 kam es zum Umbruch: Viele der Musiker mussten ihren Wehrdienst antreten oder wurden von anderen Vereinen abgeworben.

Mit nur noch zwei aktiven Mitgliedern stand das Corps vor dem Aus, doch Crouhsen gab nicht auf, konzentrierte sich auf Trompeten und engagierte einen neuen Musiklehrer. Schon im Herbst 1976 spielte das Ensemble wieder bei dem Donnerberger Siedlerfest.

Unsere Zeitung berichtete seinerzeit von dem Auftritt der „Trompetenbläser Donnerberg“ und hat damit unabsichtlich der inzwischen eigenständigen und von der KG De Wenkbülle losgelösten Gruppe ihren neuen Namen gegeben, den sie bis heute trägt.

Crouhsen wurde zum Gesamtleiter gewählt, die musikalische Leitung übernahm erst Franz-Josef Plum, dann Horst Crombach. Die Instrumentierung wurde um Orgel, Gitarre, Bass und Schlagzeug erweitert, und ein entsprechend modernes Repertoire einstudiert.

Durch schwankende Mitgliederzahlen änderten die Donnerberger Trompetenbläser aber immer wieder ihre musikalische Ausrichtung.

1993 entschieden sie sich für die Anschaffung einer Verstärkeranlage, mit der alle Instrumente über Mikrofone abgenommen wurden. Jedoch stellte sich heraus, dass dies nicht zu den Trompetenbläsers passte, und die Gruppe beschloss 1996 endgültig, sich der handgemachten Blasmusik zu widmen, und verkaufte die Verstärkeranlage wieder.

Ab 1997 bearbeitete Norbert Bree das Notenmaterial der Donnerberger, und 1998 legte Horst Crombach aus beruflichen Gründen die musikalische Leitung nieder. Mit Rolf Brück fanden die Trompetenbläser schnell einen Nachfolger, der bis jetzt ihre musikalischen Geschicke virtuos in den Händen hält.

Letzten Endes war die Entscheidung, „den Strom wieder abzuschalten“ und sich ganz dem unverfälschten, authentischen Trompeten-Sound zu verschreiben, für das Ensemble Gold wert, denn ob mit kölsche Liedern oder Titeln wie dem „Donnerberger Klassiker“ „Heidi“ begeistern die Trompetenbläser ihr immer größer gewordenes Publikum bis heute auf Festen aller Art. Sie bereichern besonders im Fastelovend unzählige Saalveranstaltungen und Karnevalszüge im gesamten Stadtgebiet Stolbergs und weit darüber hinaus.

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