Treppe auf Vichter Friedhof wird saniert

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
6514741.jpg
Auf dem Friedhof in Vicht trafen sich jetzt kurzfristig Politiker und Experten aus dem Rathaus, um die unbefriedigende Situation zu erörtern. das Versprechen aus dem rathaus: Es soll möglichst bald Hilfe geben. Foto: D. Müller
6514746.jpg
Über derart steile Treppen gelangt man auf kaum einem anderen Friedhof ans Grab der Verstorbenen. Foto: D. Müller

Stolberg-Vicht. Das Verständnis für einander ist gewachsen. Dies war aber nur das erste Fazit, denn die Ortsbegehung auf dem Vichter Friedhof endete auch mit mehreren konkreten Ergebnissen. Nachdem einige Bürger in einem Artikel unserer Zeitung ihren Unmut bezüglich der Zustände auf dem Friedhof geäußert hatten, haben die Vichter Ratsherren Arndt Kohn (SPD) und Jochen Emonds (CDU) Anwohner und Vertreter der Stadtverwaltung zu einem konstruktiven Treffen eingeladen.

Während die Bürger ihre Sorgen und Probleme erläuterten, warb Willi Philippengracht, der für alle Stolberger Friedhöfe zuständig ist, seinerseits um Verständnis. Das terrassenartige, steile Areal sei nicht einfach zu pflegen: „Manche Bereiche sind extrem unzugänglich, und wir können dort nicht mit dem Bagger oder anderem schweren Gerät tätig werden, so dass alles in Handarbeit geschehen muss.“

Philippengracht führte aus, dass Wünsche nach dem Standort der letzten Ruhestätten wenn möglich erfüllt werden. Am Fuße des Friedhofs seien zum Beispiel zahlreiche Urnengräber eingerichtet worden, die auch für ältere Menschen fußläufig gut zu erreichen seien. Rudi Dreuw vom Pfarrgemeinderat St. Johannes-Baptist fragte, was mit den Gräbern passiere, um die sich seit 30 Jahren und länger niemand kümmere.

„Bei starken Beeinträchtigungen durch Nachbargräber wie etwa hohe Lebendbäume oder groß wachsende Sträucher können Bürger die Stadtverwaltung benachrichtigen, und wir werden tätig“, antwortete Philippengracht. Um auch bei kleineren Beeinträchtigungen aktiv zu werden, fehle allerdings das Personal, sagte der Mann vom technischen Betriebsamt. Die Gruppe erklomm den Vichter Friedhof teils über die marode Treppe mit unebenen Stufen in unterschiedlichen Abständen, teils über den so genannten „Schubkarrenweg“.

Bereits in der Mitte machte Fachbereichsleiter Bernd Kistermann verbindliche Zusagen, zur Verbesserung der Situation: „Die Treppe wird saniert, und wir werden versuchen, den Auftrag dazu noch in diesem Jahr auszuschreiben“, stellte Kistermann in Aussicht. Der Rückschnitt, der im letzten strengen Winter habe ausfallen müssen, da das zur Verfügung stehende Personal mit dem Winterdienst ausgelastet gewesen sei, werde in diesem Jahr durchgeführt, und der Kies künftig nicht mehr am Fuße des Friedhofs, sondern im oberen Bereich gelagert, da er sich bergab besser transportieren lasse.

Auch der „Schubkarrenweg“ werde hergerichtet. „Außerdem wird die Stadt die Ruhebänke, die nicht mehr zu retten sind, durch neue ersetzen“, sicherte Kistermann zu. Einiges an „Bank-Erfahrung“ hat die Interessengemeinschaft Schönes Vicht bereits gesammelt, und daher bot der Vorsitzende Karl Lüttecke in diesem Zusammenhang an, der IG vorzuschlagen, dass diese sich ebenfalls an den Verbesserungsmaßnahmen beteiligen möge. Lüttecke werde der Interessengemeinschaft Schönes Vicht ans Herz legen, die übrigen renovierungsbedürftigen Ruhebänke in Kooperation mit der Stadt sukzessive wieder instand zusetzen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert