Trauerhalle grundlegend saniert

Von: Jürgen Lange
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Nicht der Künstler Christo, sondern Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann ist hier am Werke. Die Trauerhalle auf dem Friedhof Bergstraße wird grundlegend saniert und erhält eine behindertengerechte Toilettenanlage. Foto: J. Lange

Stolberg. In die Jahre gekommen sind sie fast alle, die Trauerhallen auf den Stolberger Friedhöfen. Nur das Nötigste hat die Kupferstadt in den vergangenen Jahren investieren können, um sie betriebsfähig zu erhalten.

Das liegt einerseits an den bekannt fehlenden Finanzen der Stadt, andererseits aber auch an den jahrelangen Überlegungen zur Zukunft der Friedhöfe.

Veränderte Bestattungskulturen, hydrologische Verhältnisse und die Kosten für die Pflege und Unterhaltung von 15 Friedhöfen nebst ihren Trauerhallen haben zu steigenden Kosten für Bestattungen geführt. Eine Verpachtung, Privatisierung oder anderweitige Nutzung von den immer weniger nachgefragten Trauerhallen stand zur Debatte.

Mittlerweile hat sich der Stadtrat entschlossen, keine neuen Nutzungsrechte mehr für den Friedhof Buschmühle zu vergeben, und den Friedhof an der Bergstraße neben den Bestattungsfeldern in den Stadteilen als zentrales Angebot herzurichten.

Damit war auch der Weg frei für das Hochbauamt, wieder in die Substanz zu investieren. In einem besonders desolaten Zustand präsentierte sich die Trauerhalle am Halsbrech, die aus den 1950er Jahren stammt.

„Massive Schäden“, konstatierte Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann an den Decken, wo die Armierung so rostete, dass der Beton abplatzte, und der Dacheindeckung. „Das Kreuz am Glockenturm hing auch nur noch am sprichwörtlichen seidenen Faden“, so Coopmann. Es war dringende Zeit zum Handeln.

Rund 250.000 Euro investiert die Kupferstadt derzeit in eine umfassende Sanierung der Trauerhalle, die sich voraussichtlich bis ins nächste Jahr hinziehen wird. Ein umfassender Maßnahmenkatalog wurde erarbeitet.

Arbeiten an Bleiverglasung

Er beinhaltet Verfugungs-, Mauer- sowie Ausbesserungsarbeiten am Verblendmauerwerk sowie an den Betondächern, Reparaturen an den Grundleitungen und umfangreiche Klempner und Dachdeckerarbeiten. Auch Ausbesserungen an der Bleiverglasung in der Südwestansicht sind vorgesehen.

Im Rahmen dieser grundlegenden Sanierung soll auch ein Wunsch des Behindertenbeirats Realität werden: Der frühere Sezierraum soll zu einer behindertengerechten Toilettenanlage umgebaut werden. Nach einem neuen Anstrich soll die Trauerhalle wieder wie neu wirken.

Auch an der Trauerhalle auf dem Venwegener Friedhof laufen derzeit kleinere Sanierungsarbeiten. Weitere grundlegende Restaurierungen sind derzeit nicht geplant, sondern lediglich Instandsetzungen im Rahmen der üblichen Unterhaltung der Friedhofshallen.

Erneuert wurden mittlerweile auf dem Friedhof Bergstraße drei Hauptwege, die in einem so maroden Zustand waren, dass das Technische Betriebsamt kurzfristig handeln musste. Rund 500 laufende Meter mit einer Fläche von etwas 1250 Quadratmetern wurden mit einer neuen Apshaltschicht überzogen. Bezogen wurde das Material übrigens aus einem Stolberger Asphaltmischwerk.

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