Stolberg - Trächtiges Reh verendet nach Bissattacke

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Trächtiges Reh verendet nach Bissattacke

Von: oha
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Stolberg. Mit letzter Kraft hatte es das Reh noch bis zu einem Bauernhof an der Dorfstraße am Ortsrand von Werth geschafft. Dann brach es im Vorgarten, stark an den Hinterläufen blutend, zusammen. Die Bewohner des Hauses informierten Jagdpächter Helmut Kaul. Und der stellte fest, dass das schwer verletzte Reh trächtig war.

Ein Kitz brachte das Muttertier noch zur Welt, bevor es während des Geburtsvorganges elendig verendete. Kaul stellte fest, dass das Reh noch zwei weitere Jungtiere hätte austragen können, doch die Föten waren ebenfalls tot.

„Jedes Jahr passiert das Gleiche“, schimpft Helmut Kaul angesichts des qualvollen Todes des Waldtieres. Ganz offensichtlich war das Reh von einem frei laufenden Hund gerissen worden und hatte sich noch bis in den Vorgarten schleppen können. Eigentlich gehörten Hunde in der Natur generell angeleint. „Aber gerade jetzt, wo die Tiere in der Natur sich fortpflanzen, ist die Leine absolut Pflicht.“

Familie Wintgens hatte das überlebende Kitz zunächst bei sich aufgenommen. Die beiden Enkeltöchter päppelten es mit der Milchflasche auf. „Die dritte Lebenswoche ist für ein junges Reh jedoch besonders kritisch“, weiß Felix Wintgens. Zum Leidwesen der Enkelinnen gab er das Kitz deshalb in die professionellen Hände einer Tierärztin in Bad Münstereifel, die das Tier nun in ihrer Pflege- und Aufzuchtstation großziehen wird.

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