Traditionelles Bratwurstessen der KG Fidele Zunfthäre

Von: Toni Dörflinger
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Leckere Mahlzeit: Beim traditionellen Bratwurstessen in der Gaststätte „En des Kess“ wurde Tollität Kurt II. von seinen prinzlichen Ex-Kollegen reichlich mit Nachschub versorgt. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Noch kann Tollität Kurt II. (Schiffer) seine Geldbörse stecken lassen und beim traditionellen Bratwurstessen der KG Fidele Zunfthäre genüsslich und ausgiebig zu langen. Schließlich ist mit dem Bezahlen der Rechnung Vorjahrstollität Edilio I. (Gonzales) an der Reihe.

Erst im nächsten Jahr wird Tollität dann für das Bratwurstessen zur Kasse gebeten: Diese Regularien sind in der 1991 entstandenen „Bratwurstsatzung“ festgelegt. Eine Rolle spielten diese Satzung, als sich jetzt 17 Ex-Prinzen, die amtierende Tollität, der Elferrat der Zunft und einige Gäste in der Gaststätte „En de Kess“ zum diesjährigen Bratwurstessen trafen.

Um das Bratwurstessen abwechslungsreich zu gestalteten hatte die KG Fidele Zunfthäre die Traditionsveranstaltung in ein kleines Sitzungsprogramm gepackt. So gehörten zu den Darstellern des Abends die Zunfthäremarie Jana Heinrichs, Alleinunterhalter Frank Hoffmann und der gebürtige Stolberger Bruno Ehm, der die Besucher mit einem Mix aus Comedy und Zauberei verwöhnte.

Begonnen hatte der leckere Schmaus und das anschließende Programm mit dem Einzug der Ex-Tollitäten, die von Zunfthäre-Zeremonienmeister Winfried Klütgens und der Tollität des Jahres 2007 - Eberhard Koslowski - angeführt wurden. Bevor die Besucher dann nach Herzenslust zulangen konnten, verlas Zunfthärepräsident Friedel Recker die Bratwurstsatzung und machte Tollität darauf aufmerksam, dass er im nächsten Jahr die Kosten übernehmen müsse. Vermutlich wird Kurt aber glimpflich davon kommen.

Denn auch beim diesjährigen gemeinschaftlichen Essen griffen die EX-Prinzen und die KG Fidele Zunfthäre Edilio Gonzales beim Begleichen der Rechnung kräftig unter die Arme. Entstanden ist das Bratwurstessen, das längst zu den Traditionsveranstaltungen des Kupferstädter Karnevals gehört, im Regierungsjahr von Ludwig Philippi, der 1971 als Ludwig I. den Stolberger Narrenthron bestiegen hatte.

Damals hatte man eine Wette veranstaltet, bei der der Verzehr von Bratwurst eine große Rolle gespielt hatte. Protagonisten der Wette waren Zunfthärepräsident Franz Schumacher und Ludwig Philippi gewesen. Sie hatten damals den Entschluss gefasst, in Zukunft das Bratwurstessen jährlich zu veranstalten. Neu war in diesem Jahr aber, dass auch der Vorjahrsburggraf Uwe I. (Giese) zu den Gästen gehörte.

„Die Satzung muss geändert werden. Bereits im Sommer haben wir beschlossen, dass der Burggraf des Vorjahres in Zukunft Teilnehmer des Bratwurstessens ist“, erklärte Recker, der damit zu dem 1979 entstandenen „Brottwooschleed“ überleitete, das auf humorvolle Art und Weise die Story um die Entstehung des leckeren Festschmauses beschreibt.

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