„Tour der Begegnung“ macht Station in Stolberg

Von: Dirk Müller
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Die Kinder und Jugendlichen der LVR-Förderschule Linnich bringen die „Tour der Begegnung“ in die Kupferstadt und strotzen für die Botschaft der Inklusion der großen Hitze. Foto: D. Müller
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Der Staffelstab wechselt an der Gutenbergschule von den Linnichern zu den Stolberger Schülern.

Stolberg. Nein, bei Regen laufen die meisten Menschen nicht gerne, aber Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius in der prallen Sonne müssen es auch nicht gerade sein. Umso beachtenswerter war die Leistung der Schüler der LVR-Förderschule Linnich mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung: Unter dem Motto „Tour der Begegnung – Inklusion läuft“ brachten sie den Staffelstab und das Banner der Tour zur Stolberger Gutenber-Schule (Förderschwerpunkt Sprache).

Der laute Jubel, der die Schüler empfing, sollte nicht die einzige Belohnung für sie bleiben. Zunächst gab es reichlich erfrischende Getränke und ein Mittagessen zur Stärkung der sportlichen und hitzeresistenten Schüler. Außerdem wird inzwischen schon traditionell jede einzelne Staffelübergabe bei der bisher „Integratour“ genannten Aktion des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) mit einem bunten Fest begangen.

In der Kupferstadt begrüßten nicht nur viele Schüler die Kinder und Jugendlichen aus Linnich, sondern auch der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck, die stellvertretende Stolberger Bürgermeisterin Hildegard Nießen und Thomas Härtner vom LVR-Dezernat Schulen.

„Euer Engagement ist beispielgebend. Die Tour der Begegnung zeigt, dass Menschen mit Behinderung in die Mitte unserer Gesellschaft gehören“, dankte Härtner den Schülern. Hilsenbeck lobte ihren sportlichen Einsatz, und Nießen hob die Symbolik des Staffellaufs hervor: „Die Übergaben sind toll, und dass in einer großen Gruppe Kinder mit und ohne Behinderung im selben Tempo laufen, um den Staffelstab weiterreichen zu können, finde ich wirklich großartig.“

Seit dem Jahr 2005 veranstaltet der LVR die „Integra Tour“; Stolberg ist seit 2007 Station. Ab diesem Jahr trägt die Veranstaltung einen neuen Namen, der mit „Tour der Begegnung – Inklusion läuft“ die dahinterstehende Idee besser auf den Punkt bringen soll. Landesweit nehmen rund 2800 Kinder und Jugendliche aus 50 Schulen an der Tour teil und legen dabei etwa 400 Kilometer zurück, um die Botschaft von Inklusion, dem gleichberechtigten Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, durch Nordrhein-Westfalen zu tragen.

Nachdem die „Tour der Begegnung“ am 30. April am Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln gestartet ist, waren Düsseldorf, Krefeld, Duisburg, Essen, Xanten und Viersen weitere Stationen, bevor der Staffelstab über Linnich am Dienstag in die Kupferstadt gelangte. Von Stolberg aus geht es heute weiter nach Euskirchen.

Schüler der Gutenberg-Schule, des Ritzefeld-Gymnasiums und der Realschule an der Walther-Dobbelmann-Straße legen den Weg in drei Etappen laufend, mit Fahrrädern und auf Inline-Skates zurück.

Nach weiteren Stationen in Bonn und Pulheim erfolgt der Zieleinlauf der Tour am Samstag, 29. Juni, im Kölner Rheinpark, wo mit dem „Tag der Begegnung“ Europas größtes inklusive Familienfest stattfindet, zu dem unter anderem die „Höhner“, Guildo Horn und bis zu 50000 Gäste erwartet werden.

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