Tonnenweise rotes Puder für die Tennis-Saison

Von: Jürgen Lange
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Jede Menge Handarbeit ist wie hier auf dem Hammerberg gefragt. Die alte oberste Schicht wird entfernt, Unebenheiten werden ausgebessert, neues Kieselmehl aufgebracht, geschleppt und gewalzt. In wenigen Tagen kann bei gutem Wetter der Spielbetrieb beginnen. Foto: J. Lange

Stolberg. In aller Seelenruhe können die Mitglieder des TC Breinig die Frühlingstage genießen. Sie spielen in der Regel in der Halle Schweizer Hof oder sind Gast bei anderen Vereinen, denn der Club verfügt nicht über eine eigene Platzanlage.

Vor mehr als zehn Jahren hatte sich der Traum zerschlagen, gemeinsam mit dem SV Breinig neben der zukünftigen Kunstrasenanlage auch eigene Tennisplätze zu errichten. Aber die Mitglieder der anderen drei Stolberger Vereine fiebern angesichts der zunehmenden Sonnenstrahlen bereits der Freiluftsaison entgegen.

Bevor jedoch die gelben Filzbälle auf der roten Asche über das Netz fliegen können, ist Arbeit angesagt. Die Plätze müssen aufgearbeitet, die Spuren der Wintermonate beseitigt werden. „Bedingt durch die günstige Witterung sind wir mit der Vorbereitung der Plätze weiter als im Vorjahr“, freut sich Adalbert Kellner. Drei Tonnen pro Platz „Eine Faustregel besagt, dass man drei Tonnen neue Asche pro Platz braucht“, erklärt der Vorsitzende.

Auf vier Aschenplätzen in der lauschigen Lage der Finsterau können sich die Aktiven des TC Zweifall freuen. „Allerdings hat der Kälteeinbruch der letzten Tage die Arbeiten zunächst beendet“, so Keller. Sieben Mannschaften bis hin zur 2. Verbandsliga sind für die Sommersaison gemeldet. Sobald das Wetter es zulässt und die Plätze fertig sind, dürfen sie bespielt werden.

Die offizielle Saisoneröffnung in Zweifall mit Mitgliedern, Interessenten und Sponsoren findet am Samstag, 26. April, ab 12.00 Uhr statt. Am Abend des gleichen Tages wird auf dem Hammerberg offiziell auf die neue Saison im kommunikativen Rahmen angestoßen. In diesen Tagen ist ein Fachunternehmen mit damit beschäftigt, die sieben Plätze in beste Form zu bringen. Zehn Mitarbeiter sind mit Schubkarren, Schaufeln, Walzen und Abziehmatten fleißig zugange. „Für unsere Plätze benötigen wir 16 Tonnen Ziegelmehl mit einer Körnung von 1 bis 2 Millimeter“, berichtet Astrid Braun.

Bevor sie aufgetragen werden können, sind zwei große Container mit der abgetragenen alten Asche gefüllt, so die Pressewartin des TC Blau-Weiß Stolberg weiter. Das neue Ziegelmehl ist größtenteils schon verteilt. Nun werden die Plätze noch großzügig eingeschlemmt. „Nach fünf Tagen folgt dann eine so genannte kosmetische Behandlung“, erklärt Braun, dass dann Unebenheiten ausgeglichen sowie geglättet und abschließend mit dem restlichen Ziegelmehl eingepudert werden. „Um ein gutes Ergebnis für die gesamte Saison zu bekommen, gilt es nun die Plätze eine Zeit lang gut zu walzen und ruhen zu lassen“. Immerhin schlagen am Hammerberg 13 Mannschaften bis hinauf in die 1. Verbandsliga den Filzball übers Netz.

Bereits am Freitag, 11. April, wird ab 19.30 Uhr an der Mausbacher Industriestraße die 31. Sommersaison mit Mitgliedern Freunden und Gönnern gefeiert. Am darauf folgenden Samstag beginnt der Spielbetrieb auf den vier Plätzen. „Um den neuen Belag zu schonen ist das Spielen zunächst nur mit Hallenschuhen oder Schuhen mit glatter Sohle erlaubt“, erzählt Ulrich Schulden. „Die Anlage wurde wie bei uns üblich in Eigenregie Sommerfest gemacht“, sagt der Sport- und Pressewart des Stolberger SV Tennis. „Verantwortlich hierfür sind viele freiwilligen Helfer – auch „Rentnerband“ genannt“.

Neben den üblichen kleinen Reparaturen und Instandsetzungen bekamen alle Plätze eine neue Aschendecke. Dafür mussten zwölf Tonnen Asche bewegt werden. „Eine echte Knochenarbeit“, freut sich Schulden schon auf den „Lohn“ zum Saisonende: Dann gibt es für die Helfer ein zünftiges Grillfest. Und außerdem freut die Knochenarbeit die Aktiven, denn mit neun Mannschafte n tritt der Stolberger SV Tennis bis hin zur 1. Bezirksliga an. Am 1. Mai beginnt die neue Medenspiel-Saison.

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